Joshua Kimmich hat öffentlich das bevorstehende Ausscheiden seines langjährigen Mittelfeldpartners Leon Goretzka vom FC Bayern München anerkannt und damit das Ende eines bedeutenden Kapitels für die deutschen Meister bestätigt. Goretzka wird den Allianz Arena ablösefrei verlassen, wenn sein Vertrag im Sommer ausläuft, und beendet damit ein achtjähriges Engagement beim Verein. Kimmich, von dem erwartet wird, dass er beim FC Bayern bleibt, beschrieb die Situation als emotional für alle Beteiligten.
Über seinen Teamkollegen sagte Kimmich, er habe ein deutliches Gefühl des Endes wahrgenommen. „Man merkt, dass er realisiert, dass seine Zeit hier langsam zu Ende geht“, sagte Kimmich. „Es ist emotional für alle, auch für mich. Wir spielen seit acht Jahren zusammen im Verein – das ist eine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass man etwa 15 Jahre als Profifußballer hat.“ Das Duo kam im Sommer 2018 gemeinsam zum Verein, wobei Kimmich von RB Leipzig und Goretzka von Schalke 04 kam.
Gemeinsam bildeten sie das Herzstück eines dominanten Bayern-Mittelfelds und sammelten eine beeindruckende Sammlung von Titeln. Zu ihren gemeinsamen Erfolgen gehören sieben Meistertitel der Bundesliga, zwei DFB-Pokalsiege, die UEFA Champions League 2020, der FIFA-Klub-Weltpokal und drei deutsche Supercups. Ihre Partnerschaft wurde zum Synonym für den Erfolg des FC Bayern unter verschiedenen Trainern, darunter Hansi Flick, der sie zum kontinentalen Triple führte.
Goretzkas Abgang markiert eine bewusste Verlagerung in der Mittelfeldplanung des FC Bayern unter dem neuen Cheftrainer Vincent Kompany, so Quellen aus Vereinskreisen. Der 29-jährige deutsche Nationalspieler sah seine Rolle in der vergangenen Saison schwinden, da jüngere Optionen wie Aleksandar Pavlović integriert wurden. Ein Wechsel bietet Goretzka, der 57 Länderspiele für Deutschland bestritt, nun die Chance auf einen Neuanfang und regelmäßige Spielzeit im Hinblick auf den WM-Zyklus 2026.
Für den FC Bayern schafft sein Abgang erheblichen Spielraum für Gehälter, während sie versuchen, ihre Mannschaft nach einer titellosen Saison wieder aufzubauen. Die Vereinsführung soll ein dynamischeres, physischeres Profil im Zentrum des Spielfelds anstreben. Obwohl Kimmichs eigene Zukunft in der vergangenen Saison Gegenstand von Spekulationen war, deuten seine jüngsten Äußerungen stark darauf hin, dass er als Eckpfeiler des neuen Projekts verbleiben wird.
Vor ihrer Trennung auf Vereinsebene verfolgen die beiden noch ein kurzfristiges gemeinsames Ziel. Beide sind Schlüsselspieler im deutschen Kader für die diesjährige Europameisterschaft im eigenen Land und bieten eine letzte Gelegenheit, in den kommenden Wochen gemeinsam nach bedeutenden Titeln zu jagen. Darüber hinaus wird Goretzka einer der begehrtesten ablösefreien Spieler auf dem Markt, wobei bereits mehrere europäische Top-Vereine mit einem Transfer des erfahrenen Mittelfeldspielers in Verbindung gebracht werden.




