Der Cheftrainer des FC Bayern München, Vincent Kompany, wird beim Hinspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Paris Saint-Germain aufgrund einer Sperre nicht auf der Bank sitzen. Der belgische Trainer erhielt im Viertelfinal-Sieg gegen Real Madrid seine dritte gelbe Karte, was automatisch eine einjährige Sperre zur Folge hat.
Laut dem deutschen Medienportal Bild wird Co-Trainer Aaron Danks die Aufgaben des Cheftrainers auf der Bank im Parc des Princes übernehmen. Der 42-jährige Engländer wird dafür verantwortlich sein, Kompanys Anweisungen sowohl in der Kabine als auch vom technischen Bereich aus während des entscheidenden Spiels an die Spieler weiterzuleiten. Kompany muss das Spiel gezwungenermaßen von den Tribünen aus verfolgen.
Danks bringt eine beträchtliche Erfahrung in die Rolle mit, da er bereits als Assistent mehrerer namhafter Trainer im englischen Fußball gearbeitet hat. Bevor er in dieser Saison Kompanys Trainerstab beim FC Bayern beitrat, war er unter Unai Emery und Steven Gerrard bei Aston Villa sowie mit Michael Carrick bei Middlesbrough tätig. Seine Vertrautheit mit dem taktischen Rahmen der Mannschaft, der seit Kompanys Amtsantritt im vergangenen Sommer entwickelt wurde, soll trotz der erzwungenen Abwesenheit des Trainers für einen gewissen Grad an Kontinuität sorgen.
Die Sperre stellt eine frühe und bedeutende Herausforderung für Kompany in seiner ersten Saison beim deutschen Rekordmeister dar. Seine bisherige Saison war von einer Übergangsphase in der Allianz Arena geprägt, da der FC Bayern die Bundesliga-Meisterschaft bereits an Bayer Leverkusen abgeben musste. Die Champions League stellt somit die letzte Chance des Vereins auf einen wichtigen Titel in dieser Saison dar, was die Halbfinal-Begegnung zusätzlich unter Druck setzt.
Für PSG könnte die Abwesenheit des gegnerischen Trainers an der Seitenlinie als kleiner psychologischer Vorteil angesehen werden, der möglicherweise die Kommunikation und Anpassungen des FC Bayern während des Spiels stört. Die Kernmannschaft des FC Bayern mit Spielern wie Kapitän Manuel Neuer und Starstürmer Harry Kane bleibt jedoch intakt und wird unabhängig davon erwartet, dass sie Leistung bringt, wer auch immer Anweisungen von der Seitenlinie gibt. Der Ausgang des Spiels wird letztendlich eher von der Leistung der Spieler als vom Standort ihres Trainers abhängen.




