
Konsortium strebt Übernahme von Torino mit Unterstützung der Lloyds Bank an
Ein Konsortium von Investoren, möglicherweise unterstützt von der Lloyds Bank, bereitet ein formelles Angebot zur Übernahme des Torino FC aus der Serie A vor, wie aus Berichten aus London hervorgeht. Die Gruppe soll ein Gebot in Höhe von rund 200 Millionen Euro für die Granata strukturieren, mit dem Ziel, dem derzeitigen Präsidenten Urbano Cairo vor Ende der laufenden Saison ein detailliertes Angebot vorzulegen.
Quellen deuten darauf hin, dass das Interesse von Londoner Finanzkreisen in den letzten Wochen gewachsen ist, wobei die relativ erschwinglichen Vereinsbewertungen in Italien im Vergleich zur Premier League als wichtiger Anreiz angesehen werden. Die mögliche Beteiligung der Lloyds Bank, einer der größten Finanzinstitutionen Großbritanniens, wird als Zeichen der Ernsthaftigkeit des Gebots gewertet, obwohl ihre genaue Rolle als Garant oder Finanzier noch unklar ist. Der Prozess befindet sich Berichten zufolge noch in einem frühen Stadium, wobei ein Verbundfonds gebildet wird, um die Übernahme zu leiten.
Dieser Schritt steht im Einklang mit den jüngsten öffentlichen Äußerungen von Urbano Cairo, der bestätigt hat, dass er bereit ist, ernsthafte Angebote für den Verein zu prüfen, den er seit 2005 besitzt. Cairo hat betont, dass jedes Angebot solide und konkret sein muss, wobei die langfristige Gesundheit des Vereins oberste Priorität hat. Vorbereitung auf ein potenzielles Gebot hat das interessierte Konsortium bereits eine führende italienische Anwaltskanzlei mit der Ausarbeitung der formalen Angebotsunterlagen beauftragt.
Die Glaubwürdigkeit des Vorhabens wird durch die angebliche Beteiligung des ehemaligen Geschäftsführers Marco Fassone als Berater weiter gestärkt. Fassone, der leitende Positionen bei Juventus, Napoli, Inter und AC Mailand innehatte, soll seit Anfang des Jahres diskret daran gearbeitet haben, geeignete Finanzierer zu identifizieren und zu gewinnen, die in der Lage sind, das Niveau des Vereins zu erhöhen. Seine Erfahrung in der Serie A wird als wertvoll für einen möglichen Übergang angesehen.
Die gemeldete Bewertung von 200 Millionen Euro wird voraussichtlich ein Ausgangspunkt für Verhandlungen sein. Die beträchtliche Summe deutet darauf hin, dass die Investoren die Ressourcen haben, um weitere Investitionen in den Kader zu tätigen, eine zentrale Forderung einer Fangemeinde, die die Mittelmäßigkeit leid ist. Das Konsortium könnte auch amerikanische Investoren umfassen, die in den letzten Jahren ein stetiges Interesse an italienischen Fußballwerten gezeigt haben.
Der Zeitpunkt des vorgeschlagenen Angebots ist strategisch, mit dem Ziel, vor Eröffnung des Sommer-Transferfensters zu einem Abschluss zu kommen. Dies würde es neuen Eigentümern ermöglichen, mit Cairo bei der Kaderplanung für die Saison 2024-25 zusammenzuarbeiten, ein Modell, das bei anderen jüngsten Vereinsübernahmen in Italien zu beobachten war. Während die Gespräche vorläufig sind und kein formelles Angebot vorliegt, deutet die strukturierte Natur des Interesses auf einen glaubwürdigen Versuch hin, einen der historischen Vereine Italiens zu erwerben.



