
Kovač sagt, aktueller Dortmund-Kader fehle es an 'besonderen Fähigkeiten' früherer Stars
Borussia Dortmunds Cheftrainer Niko Kovač hat erklärt, dass seinem aktuellen Kader das herausragende individuelle Talent ehemaliger Stars wie Jadon Sancho, Ousmane Dembélé und Erling Haaland fehlt. Er äußerte sich bei einer öffentlichen Veranstaltung, die von Reiner Calmund am Montagabend ausgerichtet wurde, und ging auf die wahrgenommene Lücke in der Angriffskraft seines Teams im Vergleich zu den vergangenen Saisons ein.
Kovač wies auf einen konkreten Mangel in seinem Kader hin. „Was wir sicherlich nicht haben, sind diese Spieler, die sich vielleicht manche Leute hier wünschen – mit diesen besonderen Fähigkeiten“, sagte er laut Berichten von der Veranstaltung. Er erläuterte dies, indem er ehemalige Spieler nannte und hinzufügte: „Ich glaube, was wir oder die Fans vermissen, sind vielleicht Spieler wie Jadon Sancho, Haaland, Dembélé und Marco Reus.“ Die Äußerungen verdeutlichen eine klare Verschiebung im Profil des Dortmunder Kaders seit den hochkarätigen Verkäufen dieser Offensivtalente.
Trotz dieser Einschätzung lobte Kovač umgehend seine aktuelle Mannschaft und die geleistete Arbeit. „Ich glaube, wir leisten bereits gute Arbeit mit den Spielern, die wir haben. Sie sind ausgezeichnet und ich freue mich, mit ihnen zu arbeiten, aber natürlich wollen wir uns auch verbessern“, sagte er. Der kroatische Trainer, der im Januar 2025 ernannt wurde und bis 2027 unter Vertrag steht, scheint Realismus bezüglich der Kaderzusammensetzung mit Unterstützung für seine Spieler in Einklang zu bringen.
Die Äußerungen werden voraussichtlich als öffentliche Anerkennung der aktuellen Position von Dortmund in der Transfermarkt-Hierarchie interpretiert. Seit den Abgängen von Sancho zu Manchester United, Haaland zu Manchester City und Dembélé vor Jahren zu Barcelona hat der Verein sein Modell der Entwicklung junger Talente fortgesetzt, aber keinen Spieler von diesem globalen Format halten können. Der jüngste Abgang von langjährigem Kapitän Marco Reus, den Kovač ebenfalls erwähnte, dezimierte den Kader zusätzlich in Bezug auf Erfahrung und Starpower.
Dieses öffentliche Eingeständnis des Trainers wird unweigerlich Spekulationen über die Transferstrategie von Dortmund vor dem Sommerfenster anheizen. Der Verein hat kürzlich in junge Talente wie Youssoufa Moukoko und Jamie Bynoe-Gittens investiert, die bisher noch nicht konstant das explosive Niveau ihrer Vorgänger erreicht haben. Kovačs Kommentare deuten auf den Wunsch hin, diese Lücke möglicherweise zu schließen, entweder durch die beschleunigte Entwicklung aktueller Spieler oder durch einen strategischen Griff auf den Markt nach einem etablierteren Leistungsträger. Im Moment liegt der Fokus weiterhin darauf, das Potenzial der bestehenden Gruppe zu maximieren, während die sportliche Führung des Vereins über die nächsten Schritte nachdenkt.

