Juventus wird voraussichtlich an seiner derzeitigen Führungsstruktur festhalten und nach einer Phase interner Bewertung Kontinuität priorisieren, wie aus Berichten aus Italien hervorgeht. Vereinspräsident John Elkann führte in den letzten Tagen intensive Gespräche mit Sportdirektor Damien Comolli, Trainer Luciano Spalletti und Vereinslegende Giorgio Chiellini, wobei endgültige Entscheidungen unmittelbar bevorstehen.
Elkann befindet sich derzeit in Turin und plant Besuche in den Trainingsanlagen des Vereins. Die Eigentümergruppe scheint jedoch zögerlich, eine weitere umfassende Umstrukturierung des Kaders oder des Managements in Angriff zu nehmen. Die vorherrschende Stimmung ist kompromissbereit, wobei erwartet wird, dass Comolli und Spalletti in ihren Rollen fortfahren und Chiellini als wichtiger Vermittler zwischen den beiden fungiert.
Comolli bekräftigte öffentlich die einheitliche Vision des Vereins und erklärte: „Es gibt keinen Plan A oder Plan B, der Plan ist einzigartig. Wir wollen ein Team aufbauen, das in Zukunft gewinnen kann. Nichts ändert sich.“ Er betonte sein Engagement, mit Spalletti zusammenzuarbeiten, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und ein stärkeres Team aufzubauen, und räumte die gemeinsame Verantwortung für vergangene Mängel ein. Diese Aussage scheint direkt auf Bedenken einzugehen, die Spalletti geäußert hatte, der zuvor seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht hatte, an der Gestaltung der Zukunft des Vereins beteiligt zu sein.
Juventus prüft auch die Möglichkeit, Matteo Tognozzi, derzeit Sportdirektor von Rio Ave, zu verpflichten, um sein Scouting-Team zu verstärken. Tognozzis potenzieller Wechsel könnte eine direkte Kommunikationslinie zwischen Spalletti und Chiellini schaffen, würde aber möglicherweise Comollis Autorität im sportlichen Bereich verringern. Elkann soll sich Zusicherungen holen, dass Comolli und Spalletti effektiv zusammenarbeiten können.
Elkann hat bereits die Notwendigkeit von Veränderungen anerkannt und erklärt, dass „mehrere Dinge nicht funktioniert haben“ in der vergangenen Saison und dass die Probleme sowohl Spalletti als auch den Eigentümern „sehr klar“ sind. Die kommende Woche ist entscheidend, um festzustellen, ob ein kohärenter Weg nach vorne gefunden werden kann, der die langfristige Stabilität und den Erfolg des Vereins gewährleistet.



