Juventus hat in den letzten fünf Jahren rund 15 Millionen Euro für die Verpflichtung und Entschädigung von Managern ausgegeben, trotz einer Periode begrenzter Erfolge auf dem Platz, wie aus einem Bericht der italienischen Finanzpresse hervorgeht. Die Zahlen kamen nach dem kürzlichen Ausscheiden von Damien Comolli aus seiner Position als General Manager ans Licht und verdeutlichen eine Zeit häufiger Führungswechsel im Verein.
Comollis Ernennung im Jahr 2024 nach dem Ausscheiden von Cristiano Giuntoli brachte ihm eine Anmeldeprämie von 950.000 Euro ein, eine Summe, die der Juventus-Vorstand für notwendig hielt, um eine hochqualifizierte Person für die Überwachung der Fußball- und Umsatzstrategie zu gewinnen. Seine Amtszeit erwies sich jedoch als kurzlebig und spiegelte ein Muster häufiger Führungswechsel im Verein seit 2021 wider, das nur einen Coppa Italia-Titel einbrachte und es versäumte, das Achtelfinale der Champions League zu überstehen.
Der Führungswechsel begann mit dem Ausscheiden von Fabio Paratici im Mai 2021, was das Ende der Präsidentschaft von Andrea Agnelli und einer zuvor erfolgreichen Ära mit neun aufeinanderfolgenden Serie-A-Titeln markierte. Nach Agnellis Rücktritt im November 2022 inmitten von Finanzuntersuchungen übernahm John Elkann, der Chef von Exor, eine größere Kontrolle über die Richtung des Vereins. Maurizio Arrivabene wurde zunächst als CEO mit sportlicher Verantwortung ernannt und verdiente anderthalb Jahre lang 2 Millionen Euro brutto, bevor er durch Maurizio Scanavino ersetzt wurde.
Scanavinos Vergütung belief sich auf 2,6 Millionen Euro über drei Saisons, während Giuntoli, der im Juli 2023 ernannt wurde, während seiner zweijährigen Amtszeit rund 6 Millionen Euro erhielt, einschließlich einer Abfindung. Comollis kurze Amtszeit, einschließlich der Anmeldeprämie und des prognostizierten Gehalts, erhöht die erheblichen finanziellen Ausgaben für das Management. Im gleichen Zeitraum gab Juventus rund 350 Millionen Euro für Spielertransfers aus. Die finanzielle Situation des Vereins erforderte vier Kapitalerhöhungen durch die Aktionäre in Höhe von insgesamt 998 Millionen Euro, um Verluste zu decken und Investitionen zu finanzieren. Der Bericht legt nahe, dass das Problem nicht an fehlenden finanziellen Mitteln, sondern vielmehr an deren Verteilung liegt, wobei sich die Führungsstruktur des Vereins während einer Zeit der schlechten Leistung als instabil erwiesen hat.




