Juventus bereitet sich auf die Rückkehr von Mittelfeldspieler Arthur von seiner Leihe bei Grêmio am 30. Juni vor und sucht nach einer dauerhaften Lösung, um eine erhebliche finanzielle Belastung zu vermeiden. Der brasilianische Nationalspieler hat noch ein Jahr Vertrag bei den Turiner, verdient Berichten zufolge 5 Millionen Euro pro Jahr und stellt eine Verbindlichkeit von 6,5 Millionen Euro in der Bilanz des Vereins dar.
Arthur wechselte im Rahmen einer Leihe zu Grêmio, um wieder in Form zu kommen, und erste Berichte deuteten auf eine positive Wirkung hin. Das CIES Football Observatory stufte ihn bis Dezember als viertbesten Regista in Bezug auf den Gesamteinfluss auf den Ballbesitz unter den Spielern außerhalb der Top-5-Ligen Europas ein. Eine Reihe von Muskelverletzungen führten jedoch dazu, dass er acht Ligaspiele verpasste, was eine mögliche dauerhafte Übernahme erschwert. Sowohl Grêmio als auch Fluminense interessieren sich für eine Weiterbeschäftigung von Arthur, sind aber durch finanzielle Einschränkungen limitiert und können nicht mehr als 10 Millionen Euro für Ablöse und Gehalt aufbringen.
Brasilianische Vereine hoffen, dass Arthur einer Vertragsauflösung mit Juventus zustimmt, damit sie die Kosten für sein Gehalt über einen längeren Zeitraum verteilen können. Arthur selbst hat seinen Wunsch geäußert, bei Grêmio zu bleiben: „Ich möchte bleiben, aber es hängt nicht nur von mir ab. Wenn es nur von mir abhängen würde, wäre das der Fall. Es hängt von vielen Faktoren ab… Ich habe alles in meiner Macht Stehende getan und tue es weiterhin.“ Juventus ist jedoch ungern bereit, einen Verlust mit dem Spieler zu verbuchen.
Arthur hatte zuvor angedeutet, dass er unter Juventus-Trainer Luciano Spalletti immer noch eine Rolle spielen könnte, und hob Spallettis Vorliebe für einen organisierenden Mittelfeldspieler hervor. Er nannte den Erfolg von Spielern wie Pizarro und Lobotka unter Spalletti als Beispiele dafür, wie er sich anpassen könnte, aber es scheint, dass Juventus ihn nicht mehr für die Anforderungen des europäischen Fußballs geeignet hält. Ohne eine geeignete Lösung drohen Juventus finanzielle Komplikationen in Höhe von über 11 Millionen Euro. Die Situation ähnelt der von Douglas Luiz, einem weiteren brasilianischen Mittelfeldspieler, der Spallettis Aufmerksamkeit erregt hat, obwohl Luiz als eine tragfähigere Option für den aktuellen Kader gilt.




