Juventus strebt Berichten aus Italien zufolge bis Ende des Monats 55 Millionen Euro durch den Verkauf von Spielern ein, hauptsächlich um den Cashflow des Vereins zu verbessern. Die Vereinsführung hat dieses Ziel unabhängig von der Notwendigkeit gesetzt, einen erheblichen Kapitalgewinn zu erzielen, obwohl ein Gewinn von etwa 30 Millionen Euro den jüngsten finanziellen Druck lindern würde.
Dieser finanzielle Schritt erfolgt, da Juventus erwartet, einen Teil eines Fonds in Höhe von 300 Millionen Euro zu erhalten, der nach einer Klage der Serie A freigegeben wurde und seit 2019 eingefroren war. Es wird erwartet, dass die Mittel bis Ende Juni eingehen und die finanzielle Situation des Vereins erheblich verbessern werden.
Ziel ist es, Trainer Luciano Spalletti einen Kader zur Verfügung zu stellen, der auf höherem Niveau konkurrieren kann, und gleichzeitig das Budget des Vereins auszugleichen, ein Ziel, das nun realistisch auf die Saison 2027-2028 verschoben wurde. Das Fehlen von Einnahmen aus der Champions League in der kommenden Bilanz erfordert ein sorgfältiges Finanzmanagement.
Aufgrund der UEFA-Bestimmungen, über die Juventus derzeit angesichts früherer finanzieller Defizite verhandelt, muss der Verein eine Liste von Spielern vorlegen, deren Kosten niedriger sind als im vergangenen Februar. Dies bedeutet, dass ein bedeutender Spielerverkauf nun als unvermeidlich gilt. Der Verein sondiert proaktiv mögliche Abgänge, wobei der Verteidiger Gleison Bremer ein Schlüsselspieler ist, der für etwa 50 Millionen Euro verkauft werden könnte.
Ein möglicher Abgang des Stürmers Dusan Vlahovic wurde jedoch ausgeschlossen, wodurch der Verein etwa 40 Millionen Euro an potenziellen entgangenen Einnahmen einspart. Diese Einsparungen könnten in Spieler wie Alexander Kolo Muani oder Andreas Sorloth reinvestiert werden, wobei der Verein einen neuen Stürmer priorisiert. Juventus rechnet für dieses Jahr mit Aufwendungen von etwa 360 Millionen Euro und will diese im nächsten Jahr durch Spielerverkäufe und Kostensenkungsmaßnahmen auf 320 Millionen Euro reduzieren.



