Wie italienische Medien berichten, verfolgt Juventus Turin die Verpflichtung von Koke, dem Kapitän von Atlético Madrid. Der 34-jährige Mittelfeldspieler wird als mögliche Verstärkung für das Team von Luciano Spalletti in Betracht gezogen, mit dem Ziel, in der kommenden Saison um den Scudetto mitzuspielen, auch ohne Teilnahme an der Champions League.
Damien Comolli, Sportdirektor von Juventus, soll bestrebt sein, den Erfolg von Beppe Marotta zu wiederholen, der den Verein während seiner Amtszeit schnell wiederbelebt hatte. Nach einer enttäuschenden Saison, die in der Qualifikation für die Europa League gipfelte, steht Comolli unter Druck, deutliche Verbesserungen im Kader vorzunehmen. Kokes Erfahrung und Siegermentalität – er gewann mit Atlético zwei Meistertitel und drei Europa League-Trophäen – machen ihn zu einer attraktiven Option.
Das Interesse an Koke entstand im Rahmen von Gesprächen zwischen den beiden Vereinen über Nico Gonzalez, der kürzlich eine Leihe bei Atlético beendete. Während Manuel Locatellis Position im Team gesichert ist, würde die Verpflichtung von Koke zusätzliche Tiefe und Konkurrenz im Mittelfeld schaffen und potenziell mehr taktische Flexibilität mit Formationen ermöglichen, die ein dreier Mittelfeld beinhalten. Koke könnte in einer Doppel-Sechs mit Locatelli rotieren oder neben ihm in einer offensiveren Rolle spielen.
Neben der Verfolgung von Koke navigiert Juventus auch durch die komplexen Vertragsverhandlungen mit Stürmer Dusan Vlahovic. Sein aktueller Vertrag läuft am Monatsende aus, und mehrere Top-Europäische Vereine – darunter Bayern München, Chelsea, Barcelona und Newcastle – sollen interessiert sein. Juventus zögert, ein bestimmtes Gehaltsangebot zu übertreffen, und ein entscheidendes Treffen ist geplant, um Vlahovics Zukunft zu bestimmen. Als Alternative beobachtet der Verein auch Randal Kolo Muani von Eintracht Frankfurt, wobei Gespräche mit Paris Saint-Germain-Funktionären in Budapest stattgefunden haben. Auch Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace wird in Betracht gezogen.
Weitere defensive Verstärkungen werden ebenfalls in Erwägung gezogen, wobei Emiliano Martinez von Aston Villa als potenzieller Ersatz in Frage kommt, falls die Bemühungen um Alisson Becker von Liverpool scheitern. Juventus erkundet auch die Möglichkeit einer Leihe von Kim Min-jae, derzeit bei Napoli, für den Fall, dass Bremer den Verein verlässt. Brahim Diaz von Real Madrid bleibt ein Ziel für die offensive Mittelfeldposition, und Emerson Palmieri, ehemaliger Spieler von Spallettis Napoli, wird als kostengünstige Option für die linke Verteidigerposition bewertet. Der Verein soll auch versuchen, Spieler zu verkaufen, die während Comollis erstem Sommertransferfenster verpflichtet wurden.



