
Juventus verpflichtet Loïs Openda nach Auslösen einer Klausel
Juventus ist laut mehreren Berichten nun vertraglich verpflichtet, Stürmer Loïs Openda im Sommer fest vom RB Leipzig zu verpflichten. Die Kaufpflicht im Leihvertrag des Belgiers wurde nach dem 1:0-Sieg von Juventus gegen Atalanta am Samstag ausgelöst, ein Ergebnis, das dem Verein rechnerisch einen Platz unter den ersten zehn der Serie A sicherte – die spezifische Bedingung für die Auslösung der Ablösesumme.
Diese Verpflichtung bedeutet, dass Juventus RB Leipzig eine feste Ablösesumme von 40,6 Millionen Euro zahlen muss, die auf die nächsten vier Geschäftsjahre des Vereins verteilt wird. Diese Summe kommt zusätzlich zu der anfänglichen Leihgebühr von 3,3 Millionen Euro hinzu, die bereits im vergangenen Sommer gezahlt wurde. Inklusive möglicher Boni wird das Gesamtpaket für Openda voraussichtlich rund 46 Millionen Euro betragen, wie von Quellen nahe dem Deal berichtet.
Für Leipzig stellt die Transaktion ein profitables Geschäft dar. Der deutsche Verein verpflichtete Openda 2023 vom französischen RC Lens für eine Ablösesumme in Höhe von etwa 40 Millionen Euro. Sein anschließender Verkauf an Juventus sichert der Bundesliga-Mannschaft selbst nach einer schwierigen Saison für den Spieler einen moderaten Kapitalgewinn auf seine ursprüngliche Investition.
Opendas Wechsel nach Turin verlief nicht wie von beiden Seiten erhofft. Nach einer erfolgreichen Saison 2023/24 bei Leipzig, in der er 24 Tore erzielte und sieben Assists lieferte, ist seine Form in Italien stark gesunken. In 33 Spielen für Juventus in allen Wettbewerben traf der 26-Jährige nur zweimal. Er wurde lediglich neunmal in der Startelf eingesetzt und hat noch kein komplettes Spiel über 90 Minuten in der Serie A bestritten.
Dieser deutliche Leistungsabfall hat zu einer deutlichen Veränderung der Pläne von Juventus geführt. Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano bereitet der italienische Verein sich bereits darauf vor, Openda im kommenden Transferfenster zu verkaufen, obwohl er zunächst verpflichtet ist, seinen festen Transfer von Leipzig abzuschließen. Es wird verstanden, dass Vereine in Italien, Spanien und England Interesse an dem Stürmer bekundet haben und Juventus möglicherweise einen schnellen Weg bieten, einen Teil ihrer erheblichen Ausgaben zurückzugewinnen.
Die Abfolge der Ereignisse unterstreicht den komplexen und oft prekären Charakter moderner Transfergeschäfte. Juventus, durch eine Klausel an seine Ligaposition gebunden, ist nun gezwungen, stark in einen Spieler zu investieren, der sich schwergetan hat, ihn aber sofort wieder auf den Markt zu bringen. Für Openda gilt es, seine Torgefährlichkeit wiederzufinden, sei es in Turin oder an einem neuen Ziel, um eine Karriere wiederzubeleben, die nach seinem hochkarätigen Wechsel dramatisch ins Stocken geraten ist.


