Laut einem Bericht von Tuttosport hatte Juventus 2017 die Möglichkeit, Erling Haaland zu verpflichten, als er ein vielversprechender, wenn auch relativ unbekannter, Angreifer bei Molde war. Die Geschichte kam wieder auf, nachdem Haaland sowohl mit Manchester City als auch mit der norwegischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft weiterhin erfolgreich war.
Der erste Kontakt kam über eine Verbindung zwischen Dodo Spinosi, dem Sohn des ehemaligen Juventus-Spielers Luciano Spinosi, und einem Agenten zustande, der Verbindungen zum Vater von Haaland hatte. Der damalige Jugenddirektor von Juventus, Cherubini, wurde beauftragt, einen Deal mit Molde zu vermitteln, wobei er seine Kontakte in Skandinavien zu Jim Solbakken und Ole Gunnar Solskjær nutzte, der Haaland zu dieser Zeit trainierte. Cherubini lud Haaland und seinen Vater, beeindruckt von Scouting-Berichten, ein, die Trainingsanlagen von Juventus zu besichtigen und ein Spiel gegen Inter zu besuchen.
Nach dem Besuch gab der Vater von Haaland grünes Licht für die Aufnahme von Verhandlungen mit Molde, aber der norwegische Verein forderte eine Ablösesumme von 10 Millionen Euro. Juventus konterte mit einem Angebot von 2,5 Millionen Euro sofort plus einer 50-prozentigen Weiterverkaufsbeteiligung. Molde äußerte Bedenken, dass Juventus Haaland entwickeln und dann weiterverkaufen wolle, anstatt ihn langfristig in die erste Mannschaft zu integrieren.
Nachfolgende Verhandlungen fanden im Westin Palace in Mailand statt, an denen Marotta, Paratici und Cherubini von Juventus sowie Vertreter von Molde teilnahmen. Trotz der Annäherung an eine Einigung zögerte Juventus, den finanziellen Forderungen von Molde für einen Spieler nachzukommen, der seine Klasse noch nicht vollständig unter Beweis gestellt hatte. Haaland schloss sich schließlich für 5 Millionen Euro dem Red Bull Salzburg an, unterstützt von Mino Raiola, der sein Agent wurde.
Der ehemalige Juventus-CEO Beppe Marotta hat die verpasste Gelegenheit inzwischen als einen seiner größten Bedauern bezeichnet und die Risikoscheu eingeräumt, die den Verein davon abhielt, Haaland zu verpflichten. Während ein Verkauf von Borussia Dortmund nach Manchester City im Jahr 2023 für 60 Millionen Euro darauf hindeutet, dass Juventus seine Investition hätte zurückgewinnen können, unterstreicht der Bericht das Potenzial, den torgefährlichsten Stürmer der Welt in Turin gehabt zu haben. Die Frage bleibt, ob Haaland noch beim Verein wäre, wenn er Juventus ursprünglich beigetreten wäre.




