Juventus wird voraussichtlich seine Transferstrategie ändern und die Verpflichtung italienischer Spieler priorisieren, eine Maßnahme, die von dem neu ernannten Direktor Giovanni Carnevali vorangetrieben wird, wie aus Berichten in Italien hervorgeht. Der Verein beabsichtigt, einen stärkeren nationalen Kern aufzubauen, der einen erfolgreichen Ansatz widerspiegelt, der historisch von dem Turiner Verein angewendet wurde und kürzlich von Carnevali bei Sassuolo eingesetzt wurde.
In den letzten Jahren hat Juventus zunehmend auf ausländische Spieler gesetzt und oft Startaufstellungen mit nur zwei oder drei italienischen Vertretern aufgestellt. Carnevali möchte diesen Trend umkehren und eine Grundlage aus einheimischen Talenten schaffen, auf der ein konkurrenzfähiger Kader aufgebaut werden kann. Diese Strategie spiegelt den Ansatz wider, der während der Amtszeit von Beppe Marotta als Sportdirektor bevorzugt wurde.
Mehrere Spieler stehen Berichten zufolge auf der Liste von Juventus. Costantino Favasuli, ein Rechtsverteidiger, der derzeit für Catanzaro spielt, ist ein Schlüsselziel, und Carnevali hat bereits Interesse bekundet. Der Verein beobachtet auch Mattia Liberali, einen Mittelfeldspieler von Serie B, der als vielversprechendes junges Talent gilt und eine Ausstiegsklausel von 6 Millionen Euro hat, von denen 50 % an Milan gehen würden. Scouts haben auch Michael Kayode von Brentford und Matteo Ruggeri von Atlético Madrid verfolgt.
Ein Hauptziel für das Sommer-Transferfenster ist Davide Frattesi, derzeit bei Inter Mailand. Luciano Spalletti hatte bereits im Januar versucht, Frattesi zu verpflichten, aber ein Deal konnte nicht abgeschlossen werden. Frattesi hat unter Cristian Chivu wenig Spielzeit bekommen und soll nach drei Jahren in Mailand offen für einen Wechsel sein, obwohl Inter eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro fordert. Juventus könnte diese Situation ausnutzen, insbesondere da Vasilje Adzic und Teun Koopmeiners voraussichtlich den Verein verlassen werden.
Carnevali hatte Frattesi zuvor für Roma für eine Ablösesumme von 5 Millionen Euro verpflichtet, und eine Wiedervereinigung könnte in Frage kommen. Die gute Beziehung zwischen Carnevali und dem derzeitigen Sportdirektor von Juventus, Beppe Marotta, könnte die Verhandlungen erleichtern, möglicherweise durch einen Tauschgeschäft oder eine Leihe mit Kaufoption. Domenico Berardi, ein langfristiges Ziel von Juventus und ein Spieler, den Carnevali stets bewundert hat, ist ebenfalls eine potenzielle Option, wobei sein Preis in den letzten Jahren möglicherweise gesunken ist.
Die Verlagerung hin zur Priorisierung italienischer Spieler könnte ein langfristiges Engagement für die Entwicklung einheimischer Talente und die Stärkung der Nachwuchsarbeit der Nationalmannschaft signalisieren. Es stellt auch eine Rückkehr zu einem historisch erfolgreichen Modell für den Verein dar.



