Juventus legt laut Berichten aus Italien großen Wert auf den Verkauf von Spielern, um eine erhebliche Gehaltsbelastung zu reduzieren. Die aktuelle Gehaltsliste des Vereins beträgt rund 171 Millionen Euro brutto und übersteigt die von Inter (155 Millionen Euro), was seine Fähigkeit zur Verpflichtung neuer Spieler behindert.
Der dringendste Fall ist der von Douglas Luiz, der 9,2 Millionen Euro brutto pro Saison verdient. Diese Zahl ist vergleichbar mit dem Top-Verdiener bei Fiorentina, David De Gea, und übersteigt die Gehälter von Spielern wie Giacomo Raspadori und Donyell Malen, deren Beiträge für die Champions-League-Qualifikation von Rom entscheidend waren. Juventus soll bestrebt sein, Luiz potenziellen Käufern vorzustellen, in der Erkenntnis, dass sein aktuelles Gehalt für einen Spieler außerhalb der Pläne der ersten Mannschaft nicht nachhaltig ist.
Die Situation um Arthur erschwert die Angelegenheit zusätzlich, er verdient bis 2027 jährlich 3,6 Millionen Euro brutto. Sein Gehalt ist ähnlich dem von Nicolò Zaniolo, der kürzlich von Udinese verpflichtet wurde. Der Bericht hebt hervor, dass mehr als die Hälfte der Vereine der Serie A sich Arthurs aktuelles Gehalt nicht leisten könnten, was einen nationalen Transfer erschwert. Auch Arkadiusz Milik, der 2,8 Millionen Euro brutto verdient, stellt trotz begrenzter Spielzeit eine erhebliche finanzielle Verpflichtung dar.
Der aufgeblähte Kader von Juventus, der nach der Ankunft von Zeki Celik derzeit aus 30 Erstligaspielern besteht, erfordert weitere Abgänge. Jeder Verkauf würde wertvollen Gehaltsspielraum freisetzen, der es dem Verein ermöglichen würde, in Spieler zu investieren, die mit der Vision von Trainer Luciano Spalletti übereinstimmen. Der Verein steht vor einer paradoxen Situation, Spieler zu halten, die so viel oder mehr verdienen als Schlüsselspieler bei rivalisierenden Vereinen der Serie A. Dies wirkt sich auch auf seine Verfolgung von Zielen wie Lois Openda aus, dessen Gehalt von 9,2 Millionen Euro selbst für Vereine in der französischen Ligue 1 eine Herausforderung darstellt.
Das Hauptziel von Juventus in diesem Sommer ist es, die Gehaltsliste zu reduzieren, die durch frühere Transferpolitiken und hochbezahlte Spieler, die für die Teampläne nicht mehr zentral sind, erheblich beeinträchtigt wurde. Der Verein schaut zunehmend in die Premier League als potenzielles Ziel für diese Spieler, angesichts der finanziellen Möglichkeiten englischer Vereine.



