Juventus sieht sich wachsender Konkurrenz im Werben um den Verteidiger von Bologna, Jhon Lucumí, da auch Inter und Nottingham Forest starkes Interesse an dem kolumbianischen Nationalspieler zeigen. Der Serie-A-Gigant beobachtet Lucumí schon seit einiger Zeit, muss sich aber nun mit rivalisierenden Angeboten auseinandersetzen, während das Transferfenster voranschreitet.
Lucumí beendete kürzlich seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft mit Kolumbien, wo sie im Achtelfinale gegen die Schweiz ausgeschieden waren. Er genießt derzeit eine kurze Pause, bevor er mit der Vorbereitung auf die kommende Saison beginnt, obwohl seine Zukunft bei Bologna angesichts des Interesses anderer Vereine ungewiss bleibt. Juventus hat Lucumí als mögliche Verstärkung für seine Abwehr identifiziert, zusammen mit Tarik Muharemovic von Sassuolo und Oumar Solet von Udinese.
Die Verhandlungen mit Sassuolo um Muharemovic laufen, aber eine Einigung wurde noch nicht erzielt. Juventus besitzt bereits eine 50-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung an dem bosnischen Verteidiger, was bedeutet, dass sie nur die Hälfte seines Wertes decken müssten. Es fanden auch Gespräche mit Udinese bezüglich Solet statt, wobei der italienische Verein den Spieler mit 30 Millionen Euro bewertete. Auch Inter soll an Solet interessiert sein, der Udinese verlassen möchte.
Lucumís Vertrag mit Bologna läuft bis zum 30. Juni 2027, aber Juventus arbeitet an einem Deal, um seine Dienste zu sichern. Frühere Versuche, Spieler in einen Tauschhandel einzubeziehen, waren erfolglos, da eine Lücke zwischen Bolognas Forderung und Juventus' Angebot bestand. Die Frist zur Aktivierung von Lucumís Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro ist der 15. Juli; danach muss Juventus direkt mit Bologna verhandeln.
Auch Nottingham Forest ist in den Rennen um Lucumí eingestiegen, nachdem sie in den letzten Jahren bereits Nicolò Savona und Douglas Luiz von Juventus verpflichtet hatten. Sie erwarben außerdem Dan Ndoye im vergangenen Sommer von Bologna für über 40 Millionen Euro, was auf eine positive bestehende Beziehung zwischen den beiden Vereinen hindeutet. Lucumí soll einem Wechsel zu Juventus offen gegenüberstehen, aber die finanzielle Stärke des Premier-League-Klubs könnte ein bedeutender Faktor sein. Inter erwägt Lucumí ebenfalls, um seine defensiven Optionen nach den Abgängen von Francesco Acerbi und Stefan De Vrij zu verstärken und auf Klärung bezüglich der Zukunft von Alessandro Bastoni zu warten.



