Juventus hat unter dem neu ernannten CEO und General Manager Giovanni Carnevali schnell seine Transferstrategie geändert und priorisiert Geschäfte mit Vereinen der Serie A, nachdem man sich eine Zeit lang auf internationale Transfers konzentriert hatte. Die Verpflichtung von Jeff Ekhator von Genoa markiert den ersten Kauf von einem anderen italienischen Verein seit fast zwei Jahren und bricht eine Tendenz, die während der vorherigen Amtszeit von Fabio Comolli etabliert wurde.
Comollis Amtszeit war Berichten zufolge durch angespannte Beziehungen zu anderen italienischen Vereinen beeinträchtigt, was zu einer Abhängigkeit von Transfers mit ausländischen Teams führte. Während seiner beiden Transferfenster führte Comolli hauptsächlich Geschäfte mit Vereinen in Portugal, Frankreich, England, Deutschland und Spanien, mit begrenzter Interaktion mit Vereinen der Serie A. Ausnahmen waren Leihgeschäfte mit Emil Holm und Joao Mario sowie Ruganis Leihe zu Fiorentina.
Carnevali nutzt jedoch sein umfangreiches Netzwerk, das er über ein Jahrzehnt bei Sassuolo aufgebaut hat, um diese Beziehungen wieder aufzubauen. Dieser Ansatz hat bereits positive Ergebnisse gezeigt, da Juventus seine finanziellen Ziele erreichen konnte – die Sicherung von 12 Millionen Euro Kapitalgewinn bis zum 30. Juni durch die Verkäufe von Daffara an Parma und Puczka an Genoa – und gleichzeitig den Kader mit vielversprechenden Talenten wie Ekhator verstärkte. Der Deal mit Genoa half auch dem ligurischen Verein, seine eigenen finanziellen Ziele zu erreichen.
Dieser erneute Fokus auf Inlands-Transfers stellt eine Rückkehr zu einer historisch erfolgreichen Strategie für Juventus dar, die seit langem von einem starken Netzwerk von Beziehungen innerhalb der Serie A profitiert. Die Fähigkeit des Vereins, konstant Top-Spieler aus der italienischen Liga zu verpflichten, basierte auf wiederholten Geschäften und etabliertem Vertrauen mit anderen Vereinen. Mit drei abgeschlossenen Transfers und Muharemovic, der kurz vor einem Wechsel nach Turin steht, scheint Carnevali Juventus erfolgreich als zentralen Akteur im italienischen Transfermarkt zu positionieren. Diese strategische Neuausrichtung könnte Juventus dabei helfen, Talente innerhalb der heimischen Liga effizienter zu identifizieren und zu verpflichten und somit die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.



