Juventus hat den Vertrag von Direktor Giovanni Comolli aufgelöst, wie aus Berichten in Italien hervorgeht. Die Entlassung erfolgt nach einer Verschlechterung des Verhältnisses zu Trainer Luciano Spalletti, die auf einem gescheiterten Versuch zurückzuführen ist, den Liverpool-Torwart Alisson Becker zu verpflichten. Der Verein wird Comolli 4,8 Millionen Euro zahlen, einschließlich Boni und Abfindung.
Comollis Abgang erfolgte rasch nach der Ernennung von Giovanni Carnevali zum neuen CEO von Juventus nur zwei Tage zuvor. Carnevali übte umgehend die Option zur festen Verpflichtung von Jeremie Boga vom OGC Nizza aus, was eine klare Richtungsänderung für den Turiner Verein signalisiert. Juventus bereitet sich zudem auf den Verkauf von Spielern wie Openda, David und Zhegrova vor, räumt aber ein, dass diese Verkäufe schwierig werden.
Spalletti hatte Berichten zufolge seine bestehende Beziehung zu Alisson, die während ihrer gemeinsamen Zeit bei Roma gepflegt wurde, genutzt, um Gespräche mit dem brasilianischen Nationalspieler zu initiieren. Alisson soll offen für die Idee einer Wiedervereinigung mit Spalletti bei Juventus gewesen sein. Comolli konnte den Transfer jedoch nicht abschließen, was zu erheblicher Frustration beim Trainer führte. Quellen deuten darauf hin, dass der Streit zwischen den beiden erheblich war, was letztendlich zu Elkanns Entscheidung führte, Spalletti zu unterstützen und Comolli von seinem Posten zu entfernen.
Comolli hatte eine vielschichtige Rolle bei Juventus inne, die Verantwortlichkeiten als Administrator, CEO und Geschäftsführer umfasste. Die finanzielle Vereinbarung umfasst eine Entschädigung für sein anfängliches Anmeldebonus, Gehalt, Abfindungspaket und einen Verzicht auf die Rückgabe des Bonus. Dies markiert eine bedeutende Veränderung im Juventus-Vorstand, da der Verein unter Spallettis Führung und Carnevalis Leitung wieder aufgebaut werden soll. Die gescheiterte Verfolgung von Alisson unterstreicht die Bedeutung, die Spalletti auf die Verpflichtung von Spielern legt, die er kennt und denen er vertraut, und der Verein wird sich nun auf die Identifizierung alternativer Torwartziele konzentrieren.
Juventus beendete die letzte Saison als Dritter der Serie A, qualifizierte sich damit für die Champions League, verfehlte aber seine Ambitionen, um den Scudetto mitzuspielen. Der Verein hofft, die Lücke zu Ligameister Inter Mailand mit einer erneuerten Mannschaft und einer geeinten Führungsstruktur zu schließen.



