Juventus plant, Lois Openda, Jonathan David, Edon Zhegrova und Joao Mario zu verkaufen, nachdem alle vier Spieler in ihrer ersten Saison enttäuscht haben, wie italienische Medien berichten. Dieser Schritt stellt einen bedeutenden Neuanfang für den Verein dar und eine Herausforderung für Geschäftsführer Damien Comolli, der unter Druck steht, eine Mannschaft aufzubauen, die um den Serie-A-Titel mitspielen kann.
Die Entscheidung, alle vier Spieler auf den Markt zu setzen, kommt weniger als ein Jahr nach ihren Verpflichtungen, was das Ausmaß ihres Scheiterns bei der Integration in das Team verdeutlicht. Obwohl Juventus keine vollständige Überholung des technischen Personals oder der Führung vornehmen wird, strebt der Verein eine nahezu vollständige Erneuerung seiner Sommerakquisitionen 2023 an. Dies spiegelt eine ähnliche Situation wider, mit der frühere Sportdirektoren Beppe Marotta und Fabio Paratici konfrontiert waren, die die Mannschaft nach einer enttäuschenden Saison und einem siebten Platz wieder aufbauten.
Openda, der den Verein fast 37 Millionen Euro kostete, hatte erhebliche Schwierigkeiten und erzielte in seiner Debütsaison nur zwei Tore. Seine Schwierigkeiten, sich an die taktischen Ansätze von Massimiliano Allegri und Luciano Spalletti anzupassen, kombiniert mit einem Jahresgehalt von 4 Millionen Euro, erschweren die Suche nach einem festen Käufer. Derzeit gilt eine Leihe an Vereine der Bundesliga oder zu Coventry City als das wahrscheinlichste Ergebnis, in der Hoffnung, dass ein Tapetenwechsel seine Form wiederbeleben wird.
Auch Zhegrova und Joao Mario sehen einer ungewissen Zukunft entgegen, obwohl ihre Situationen sich von Opendas unterscheiden. Zhegrova hatte nur wenig Spielzeit und sammelte etwas mehr als 500 Minuten auf dem Platz, ohne ein Tor oder eine Vorlage zu erzielen. Joao Marios Spielstil wird ebenfalls als inkompatibel mit Spallettis System angesehen. Beide Spieler werden auf rund 12 Millionen Euro bzw. 10 Millionen Euro geschätzt, was definitive Verkäufe erschwert, und Leihgeschäfte werden geprüft.
Jonathan Davids Situation ist die unkomplizierteste der vier. Trotz einer Saison, die hinter den Erwartungen zurückblieb – 8 Tore und 5 Vorlagen in 46 Spielen – bedeutet sein ablösefreier Wechsel, dass Juventus bei jedem Verkauf einen Gewinn erzielen wird. Der Verein schätzt seinen Wert auf 25 Millionen Euro, und es gab Berichte über Interesse von Paris Saint-Germain, Newcastle United und Crystal Palace. Eine starke Leistung beim bevorstehenden internationalen Turnier, das in seinem Heimatland Kanada stattfindet, könnte seinen Wert weiter steigern und mehr Interessenten anziehen.
Comollis Hauptaufgabe besteht nun darin, diese schwierigen Verkäufe zu meistern und die Mannschaft wieder aufzubauen, um die Ambitionen der Eigentümer, den Serie-A-Titel zu gewinnen, zu erfüllen.




