
Ex-Nantes-Trainer Luis Castro kontert Kritik von Waldemar Kita
Der ehemalige Trainer des FC Nantes, Luis Castro, hat scharf auf die jüngsten Äußerungen des Vereinspräsidenten Waldemar Kita reagiert und seine berufliche Reputation verteidigt. Der portugiesische Trainer, der im Dezember entlassen wurde, veröffentlichte eine Erklärung über seine Vertreter, wie von Ouest-France berichtet, nachdem Kita in einem Interview seine Amtszeit kritisiert hatte. In diesem Interview suggerierte Kita, dass Trainer Präsidenten "geiseln" und bezeichnete Castro als einen der schlechtesten Trainer seiner Amtszeit, behauptend, ihm fehle die Erfahrung und er sei ein "Pädagoge", der "nicht erfolgreich sein kann".
Castros Lager erklärte, sie hätten sich bisher entschieden, "keine Kontroverse zu schüren", fühlten sich aber gezwungen zu antworten, um den Ruf des Trainers zu verteidigen. "Die berufliche Laufbahn von Luis Castro ist von vielen Persönlichkeiten im Fußball weithin anerkannt", heißt es in der Erklärung. "Als Beweis wurde er nach seinem Ausscheiden beim FC Nantes von mehreren Vereinen kontaktiert und begann innerhalb von zehn Tagen ein neues Sportprojekt, was das in ihn gesetzte Vertrauen in sein Profil und seine Fähigkeiten widerspiegelt." Castro übernahm im Januar nach seinem Ausscheiden aus Nantes schnell das Ruder beim spanischen Zweitligisten Levante.
Die Erklärung ging auch auf Castros kurze Zeit in La Beaujoire ein und stellte fest, dass er während seiner Amtszeit "Vorschläge zur Planung der Saisonstruktur und zur Zusammensetzung des Kaders im Rahmen seiner Aufgaben vorlegte, die jedoch nicht umgesetzt wurden". Dies deutet auf eine unterschiedliche Vision zwischen dem Trainer und der Vereinsführung während einer turbulenten Saison hin, in der Nantes um den Klassenerhalt kämpft, bevor ein entscheidendes Spiel gegen Rennes ansteht. Der Verein liegt derzeit auf dem 17. Platz, dem Relegations-Playoff-Platz, vor dem letzten Spieltag der Ligue 1.
Castros neues Projekt beim Levante zeigt erste Erfolge. Als er ankam, war der Verein aus Valencia Tabellenletzter der Segunda División. Unter seiner Führung sind sie auf den 18. Platz gestiegen und liegen nun nur noch zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer, was eine bemerkenswerte Rettungsaktion mit einem verbleibenden Spiel in ihrer Saison darstellt. Dieser Aufwärtstrend steht im Gegensatz zu Kitas öffentlicher Beurteilung seiner Fähigkeiten.
Die Erklärung endete mit einer deutlichen Warnung, die darauf hindeutet, dass rechtliche Schritte weiterhin eine Möglichkeit sind. "Luis Castro behält sich das Recht vor, gegebenenfalls über die entsprechenden Kanäle zu handeln, um seine Ehre und seinen Ruf zu verteidigen", heißt es. Diese öffentliche Erwiderung markiert eine deutliche Eskalation in den Folgen von Castros Entlassung und unterstreicht die anhaltenden Spannungen hinter den Kulissen beim FC Nantes, während der Verein einen kritischen Moment seiner jüngeren Geschichte erlebt.



