
Hertha BSCs Aufstiegs-Hoffnungen Hängen an einem Seidenfaden vor dem Duell mit Kiel
Hertha BSC steht am Wochenende vor einer entscheidenden Prüfung seiner schwindenden Aufstiegsambitionen, wenn sie Holstein Kiel im Olympiastadion empfängt. Laut dem Spielplan der 2. Bundesliga ist dieses Spiel des 31. Spieltags ein Muss-Sieg für den Hauptstadtklub, wenn er noch realistische Chancen auf einen direkten Aufstiegsplatz haben will. Mit nur noch vier verbleibenden Spieltagen liegt Hertha sieben Punkte hinter dem Tabellendritten Elversberg, eine Lücke, die nahezu perfekte Ergebnisse und erhebliche Patzer der Mannschaften darüber erfordert.
Der Kontext für dieses hochriskante Spiel ist durch einen kürzlichen Formabfall der Mannschaft von Stefan Leitl geprägt. Herthas Schwung hat nach einer Heimniederlage gegen Kaiserslautern und einem uninspirierten Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig nachgelassen. Die Suche nach einem Sieg im Olympiastadion wird immer dringlicher, wobei ihr letzter Erfolg dort auf ein 2:1-Ergebnis gegen Nürnberg am ersten März-Tag zurückgeht. Diese Heimform, oder eher deren Fehlen, hat direkt zu ihrer prekären Ligaposition beigetragen.
Im starken Kontrast dazu kommt der Gast aus Kiel in ausgezeichneter Form in die Hauptstadt. Unter Trainer Tim Walter hat das Team in den letzten vier Spielen 10 Punkte gesammelt, eine Serie, die seine Position in der Liga gefestigt hat. Allerdings haben Ergebnisse vom Freitag die Tabelle unter ihnen enger gemacht; Siege von Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf bedeuten, dass Kiel nun nur noch einen Punkt über der Abstiegszone liegt, was ihrer eigenen Kampagne um die Rettung eine zusätzliche Verzweiflung verleiht.
Das Hinspiel in dieser Saison wurde durch ein einziges Tor von Herthas Dawid Kownacki entschieden, das den Berliner Mannschaft einen späten Sieg sicherte. Dieses Ergebnis wird im Kopf beider Teams sein, während sie sich auf ein Spiel mit tiefgreifenden Auswirkungen an beiden Enden der Tabelle vorbereiten. Für Hertha würde eine Niederlage ihre Bemühungen um eine sofortige Rückkehr in die Bundesliga praktisch mathematisch beenden, während für Kiel Punkte unerlässlich sind, um in den letzten Wochen nicht in einen direkten Abstiegskampf hineingezogen zu werden.
Die voraussichtlichen Aufstellungen deuten darauf hin, dass beide Trainer starke Mannschaften ins Feld schicken werden. Hertha wird voraussichtlich mit Ernst im Tor, einer Abwehrlinie aus Gechter, Leistner, Dardai und Karbownik und einem Angriff unter der Führung von Schuler beginnen. Die wahrscheinbare Elf von Kiel umfasst Weiner, Rosenboom, Nekic, Zec und Ivezic in der Verteidigung, wobei Kapitän Meffert das Mittelfeld vor den Angreifern Kapralik und Harres verankert. Der Ausgang dieses Spiels wird die letzten Wochen der Saison für zwei Vereine mit sehr unterschiedlichen, aber gleichermaßen dringenden Zielen maßgeblich beeinflussen.


