Atlético Madrid hat ein Angebot von 150 Millionen Euro von Real Madrid für Stürmer Julian Alvarez abgelehnt und bekräftigt, dass der Argentinier nicht für weniger als seine Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro verkauft wird. Beide Vereine veröffentlichten am Dienstag offizielle Erklärungen, die das Angebot und dessen Ablehnung bestätigten, ein öffentlicher Austausch, der die intensive Rivalität zwischen den Madrider Vereinen hervorhebt.
Das Angebot stellt die jüngste Entwicklung in einer Transfer-Saga dar, die den spanischen Fußball in diesem Sommer dominiert hat. Ein vorheriges Angebot von 100 Millionen Euro von Barcelona wurde am 29. Mai abgelehnt, wobei Atlético dem katalanischen Verein vorwarf, versucht zu haben, den Spieler durch Medienkampagnen zu destabilisieren. Das Eingreifen von Real Madrid hat die Situation weiter verschärft.
Die Erklärung von Real Madrid beschrieb die Beziehung zu Atlético als positiv und würdigte die Dankbarkeit des Vereins vor der Ablehnung. Die Antwort von Atlético war viel direkter und besagte, dass man "keine Angebote" für Alvarez "prüfe oder in Erwägung ziehe". Die Erklärung verwies auch auf die Geschichte von Real Madrid, Spieler aus der Jugendakademie von Atlético zu verpflichten, eine deutliche Kritik an den Königlichen.
Alvarez, 26 Jahre alt, steht derzeit bis 2030 bei Atlético unter Vertrag. Der Verein hat stets betont, dass seine Ausstiegsklausel von 500 Millionen Euro der einzige gangbare Weg ist, um seinen Transfer zu sichern, und hat keine Bereitschaft gezeigt, mit nationalen Rivalen zu verhandeln. Wäre das Angebot angenommen worden, wäre es der drittteuerste Transfer in der Fußballgeschichte gewesen, eine Summe, die Atlético offenbar abgelehnt hat.
Der Präsident von Real Madrid, Florentino Pérez, hatte während seiner jüngsten Wiederwahlkampagne ein "galaktisches" Angebot von 150 Millionen Euro versprochen. Während über mehrere Spieler als potenzielle Ziele spekuliert wurde, darunter Michael Olise, Vitinha und João Neves, wurde Alvarez schließlich zum Schwerpunkt des Angebots. Diese Entscheidung verlieh der Transfer-Saga eine bedeutende interstädtische Dimension.
Obwohl Transfers zwischen den beiden Madrider Vereinen nicht ungewöhnlich sind, ist die öffentliche Bestätigung eines Angebots für Real Madrid ungewöhnlich. Der politische Kontext von Pérez' Wahlkampfversprechen komplizierte die Situation zusätzlich. Die Reaktion von Atlético spiegelt die hitzige Natur der Rivalität wider. Alvarez soll sich angeblich gewünscht haben, Atlético in diesem Sommer zu verlassen, wobei Barcelona sein bevorzugtes Ziel ist, obwohl er sich nicht öffentlich für einen Wechsel eingesetzt hat.
Das Angebot von Real Madrid hat den Marktwert von Alvarez effektiv erhöht und jede Offerte unterhalb der Ausstiegsklausel unzureichend erscheinen lassen. Das Interesse von Barcelona bleibt bestehen, und auch Arsenal, Bayern München und PSG beobachten die Situation. Ob diese Vereine formelle Angebote abgeben und ob es einen möglichen Rabatt auf die Ausstiegsklausel für Vereine in der Champions League gibt, wird die Zukunft dieser Transfer-Saga bestimmen.




