
Lazio erreicht Coppa Italia Finale: Motta stiehlt Atalanta die Show
Lazio hat das Finale der Coppa Italia erreicht, nachdem sie Atalanta im Elfmeterschießen mit 4:2 bezwungen haben, nachdem es in Bergamo 1:1 unentschieden geendet hatte. Der 22-jährige Torhüter Christos Motta erwies sich dabei als unumstrittener Held. Laut Spielberichten parierte Motta vier Elfmeter von Atalanta im Shootout und krönte damit eine Leistung, die bereits eine entscheidende Parade in der Verlängerung beinhaltete, um sein Team im Rennen zu halten. Das Finale, das am 13. Mai im Stadio Olimpico in Rom stattfindet, wird nun zwischen Lazio und Inter Mailand ausgetragen.
Das Rückspiel im Halbfinale war eine Geschichte von stark unterschiedlichen Leistungen über 120 Minuten. Atalanta dominierte das Geschehen, sah zwei Tore aberkannt, schoss insgesamt 29:8 auf das Tor und zwang Lazio zu nur einer Parade gegenüber sechs. Die Mannschaft von Francesco Acerbi, trainiert von Maurizio Sarri, erzielte in der 84. Minute durch einen Treffer des Verteidigers Alessio Romagnoli ein Tor gegen den Spielverlauf. Der Druck von Atalanta zahlte sich jedoch nur zwei Minuten später aus, als Mario Pasalic zum Ausgleich traf und das Spiel in die Verlängerung und schließlich ins Elfmeterschießen schickte.
Dort übernahm Christos Motta, der bereits Gianluca Scamacca mit einer wichtigen Parade in der Verlängerung den Treffer verwehrt hatte, die Hauptrolle. Der junge griechische Torhüter parierte Elfmeter von Pasalic, Charles De Ketelaere, Matteo Ruggeri und Davide Zappacosta und brachte Lazio ins Finale. Seine Leistung brachte ihm eine Bewertung von 8,5 von den italienischen Medien ein, wobei seine Heldentaten als "straordinario" (außergewöhnlich) beschrieben wurden.
Für Lazio stellt der Sieg einen bedeutenden Erfolg in einer Übergangssaison unter Sarri dar und bietet einen klaren Weg zu einem Titel und einer Rückkehr in den europäischen Wettbewerb durch einen Pokalsieg. Der Weg ins Finale, der auf einer pragmatischen und defensiv stabilen Leistung in Bergamo aufbaute, bietet eine positive Erzählung inmitten einer herausfordernden Serie-A-Kampagne. Das Erreichen eines Finales in Rom, das faktisch ein Heimspiel ist, ist ein erheblicher Vorteil.
Das Ergebnis ist eine bittere Enttäuschung für ein Atalanta unter dem neuen Trainer Raffaele Palladino, das das Spiel kontrollierte, aber seine überwältigende Überlegenheit nicht in einen Sieg umwandeln konnte. Das Team von Gian Piero Gasperini muss sich nun neu formieren und sich auf die Jagd nach einem Platz in den Top Vier der Serie A und die laufende Europa-League-Kampagne konzentrieren. Das Ergebnis wirft auch sofortige Fragen nach der Zukunft von Motta bei Lazio auf, dessen Profil durch diese herausragende Leistung zweifellos gestärkt wurde und möglicherweise Interesse an einer Leihe oder einem Transfer im kommenden Sommerfenster weckt.



