Bayern München beendete im vergangenen Sommer sein Interesse an Athletic Club-Flügelspieler Nico Williams aufgrund einer Kombination aus hohen Gehaltsforderungen und Bedenken hinsichtlich seiner Defensivarbeit, wie Sport Bild berichtet. Die deutsche Publikation behauptet, dass Bayerns Sportdirektor Max Eberl nach einem Treffen mit dem Agenten des Spielers, Félix Tainta, am 9. Juni zu dem Schluss kam, dass ein Vertrag mit Williams nicht realisierbar sei.
Bei dem Treffen auf dem Trainingsgelände des FC Bayern, der Säbener Straße, diskutierten beide Parteien potenzielle Bedingungen, aber die Vertreter von Williams sollen ein festes Jahresgehalt von 22 Millionen Euro priorisiert haben. Obwohl der finanzielle Aspekt ein Stolperstein war, war er nicht der einzige Grund für den Rückzug des FC Bayern.
Eberl nutzt ein Datenanalyseunternehmen, mit dem er seit einem Jahrzehnt zusammenarbeitet, um potenzielle Neuzugänge zu bewerten. Diese Firma liefert detaillierte Spielerprofile, die Eberl dann mit seinen eigenen Scouting-Informationen vergleicht. Die Daten sollen gezeigt haben, dass Williams defensiv deutlich unterdurchschnittlich performte und nicht die Erwartungen an das Zurücklaufen erfüllte, die Eberl bei Flügelspielern erwartet.
Diese negative Bewertung führte dazu, dass Eberl seinen Fokus schnell auf andere Ziele verlagerte, was schließlich zur Verpflichtung von Luis Díaz von Liverpool führte. Díaz schloss sich im jüngsten Transferfenster dem FC Bayern an und bietet eine andere Profilierung der offensiven Optionen, die Thomas Tuchel zur Verfügung stehen.
Williams, 21, ist weiterhin ein wichtiger Spieler für den Athletic Club und trägt in La Liga mit Toren und Vorlagen bei. Er hat sich auch in der spanischen Nationalmannschaft etabliert. Sein aktueller Vertrag beim Athletic Club läuft bis 2029 und enthält eine Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro. Der gescheiterte Wechsel zum FC Bayern deutet darauf hin, dass Vereine sowohl seinen finanziellen Forderungen gerecht werden als auch einen klaren taktischen Mehrwert nachweisen müssen, um seine Unterschrift in der Zukunft zu sichern. Die Entscheidung des FC Bayern, bei Flügelspielern die Defensivarbeit zu priorisieren, signalisiert ein spezifisches Profil, das sie auf dem Transfermarkt suchen.



