
Inter-Präsident Marotta weist Vorwürfe der Vereinigung mit Rocchi-Untersuchung zurück
Der Präsident von Inter Mailand, Giuseppe Marotta, hat öffentlich jegliche Beteiligung des Vereins an den laufenden Ermittlungen gegen den ehemaligen Schiedsrichter-Designierer der Serie A, Gianluca Rocchi, zurückgewiesen, der wegen angeblicher sportlicher Betrugsdelikte untersucht wird. In einem Interview mit Sky Sport Italia vor dem Spiel von Inter gegen Torino bemühte sich Marotta, die Fans zu beruhigen, nachdem die Nachricht von den Ermittlungen bekannt geworden war, und erklärte, der Verein habe stets korrekt gehandelt.
Marotta gab an, dass Inter die Details nur aus Presseberichten erfahren habe und zeigte sich überrascht über die veröffentlichten Aussagen. Er bestritt ausdrücklich, dass der Verein jemals Listen von bevorzugten oder benachteiligten Schiedsrichtern geführt habe. Die Ermittlungen untersuchen Berichten zufolge, ob Rocchi Schiedsrichterzuweisungen aufgrund von Vereinspräferenzen unrechtmäßig beeinflusst hat, wobei eine der Anklagen eine Anfrage nach einem 'wohlwollenden' Schiedsrichter beinhaltet.
Auf die Frage nach einem mutmaßlichen Treffen mit Rocchi im Zusammenhang mit dieser Anklage erklärte Marotta, er sei überrascht gewesen und könne keinen Zusammenhang erkennen, und weigerte sich, weiter ins Detail zu gehen. Stattdessen wies er auf frühere Entscheidungen hin, die in der vergangenen Saison gegen Inter gefallen seien und die seiner Aussage nach von der Schiedsrichterspitze anerkannt wurden, wobei er ein nicht gegebener Elfmeter in einem Spiel gegen Roma als Beispiel nannte.
Marottas Äußerungen stellen eine offizielle Position des Vereins dar, die darauf abzielt, Inter von dem Skandal zu distanzieren, der den italienischen Fußball erschüttert hat. Rocchi, der vorübergehend von seiner Position zurückgetreten ist, ist eine zentrale Figur in den Ermittlungen. Die öffentliche Dementi kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für Inter, das kurz vor dem Gewinn des Serie-A-Titels steht und jeglichen Rufschaden oder sportliche Sanktionen vermeiden möchte.
Der Präsident betonte, dass der Fokus des Vereins weiterhin darauf liege, die Meisterschaft so schnell wie möglich zu sichern, und erklärte die Unschuld des Teams in dieser Angelegenheit, sowohl jetzt als auch in Zukunft. Die Situation fügt den letzten Phasen der italienischen Saison eine weitere Ebene der Spannung hinzu, wobei die Integrität der Schiedsrichterleistung unter die Lupe genommen wird. Die Fußballbehörden haben noch keine weiteren Details oder mögliche Disziplinarmaßnahmen im Rahmen der laufenden Ermittlungen veröffentlicht.



