Der Versuch von Real Madrid, Julián Álvarez vom Atlético Madrid zu verpflichten, wurde laut Berichten aus Spanien entschieden abgelehnt. Präsident Florentino Pérez kündigte letzte Woche ein Angebot von 150 Millionen Euro für den argentinischen Stürmer an, ein Schritt, der offenbar dazu gedacht war, die Behauptungen des Rivalenkandidaten Enrique Riquelme während der jüngsten Klubwahlen zu kontern. Riquelme hatte angedeutet, dass Vereinbarungen für Erling Haaland und Jürgen Klopp vorliegen, was später dementiert wurde.
Die Verfolgung von Álvarez galt jedoch angesichts der klaren Haltung von Atlético, seinen Starspieler nicht zu verkaufen, weithin als unrealistisch. Der Verein wies Madrids Angebot umgehend zurück und gab an, es nicht einmal in Betracht gezogen zu haben. Der Versuch wurde lächerlich gemacht und ungünstig mit dem früheren Interesse des FC Barcelona verglichen. Atlético besteht darauf, dass Álvarez nicht zum Verkauf steht, es sei denn, seine Ausstiegsklausel in Höhe von 500 Millionen Euro wird aktiviert.
Einige beschreiben die Situation als PR-Aktion, wobei die Ankündigung des Angebots und die anschließende Ablehnung als Demonstration von Pérez' Engagement für die Verpflichtung von „galaktischen“ Spielern dienen, trotz der geringen Erfolgswahrscheinlichkeit. Dies markiert einen etwas unglücklichen Start in Pérez' achte Amtszeit als Präsident.
Trotz des Rückschlags mit Álvarez macht Real Madrid bei anderen Transfers Fortschritte. Der ivorische Verteidiger Ibrahima Konaté und der niederländische Rechtsverteidiger Denzel Dumfries werden voraussichtlich bald dem Verein beitreten. Dumfries bestätigte seinen Wechsel zum Bernabéu selbst mit einer Dankesbotschaft an seinen ehemaligen Verein Inter und seine Jugendmannschaft VV Smitshoek.
Trainer José Mourinho drängt ebenfalls auf Verstärkung im Mittelfeld, wobei Mateus Fernandes von West Ham als Schlüsselziel identifiziert wurde. Der 21-Jährige wird auf rund 90 Millionen Euro geschätzt, und sein Agent, Jorge Mendes – der auch Mourinho vertritt – arbeitet an der Aushandlung eines Deals. Die kürzliche Vertragsverlängerung mit Emirates, die bis 2031 fast 100 Millionen Euro pro Saison wert ist, bietet zusätzliche finanzielle Flexibilität für diese Bemühungen. Unterdessen bleibt die Zukunft von Clément Lenglet bei Atlético ungewiss, da der Verteidiger trotz des Wunsches des Vereins, ihn zu verkaufen, widerwillig ist, den Verein zu verlassen.




