
Leipzig schlägt Union Berlin und festigt Champions-League-Platz
RB Leipzig ist mit einem komfortablen 3:1-Sieg gegen Union Berlin im Red Bull Arena am Freitagabend einen Schritt näher an die Sicherung der Teilnahme an der Champions League in der nächsten Saison gekommen. Der Sieg, Leipzigs fünfter Bundesliga-Triumph in Folge, festigt den dritten Platz mit 62 Punkten und lässt sie fest auf dem Weg zurück in die wichtigste Vereinswettbewerb Europas sein. Für Union Berlin bedeutet die Niederlage eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg und zwingt sie, in einem immer enger werdenden Abstiegskampf nervös über die Schulter zu schauen.
Die Tore von Max Finkgräfe und Romulo in der ersten Halbzeit brachten die Gastgeber in Führung, wobei Ridle Baku nach der Pause das dritte Tor hinzufügte. Der späte Kopfball von Danilho Doekhi bot einer Union-Mannschaft, die über das gesamte Spiel hinweg Mühe hatte, sich durchzusetzen, nur einen geringen Trost. Das Spiel fand vor dem Hintergrund von Kontroversen statt, nachdem Leipzig wegen eines Social-Media-Posts über die neue Cheftrainerin von Union, Marie-Louise Eta, vor dem Anpfiff des Spiels Sexismus vorgeworfen worden war.
Die Heimmannschaft startete mit Entschlossenheit und hätte in den ersten zehn Minuten in Führung gehen können, wobei Union-Torwart Frederik Rönnow eine entscheidende Parade zeigte, um Antonio Nusa zu vereiteln, bevor Christoph Baumgartner den Abpraller knapp neben das Tor schoss. Der Druck zahlte sich in der 22. Minute aus, als Yan Diomande, eine ständige Bedrohung auf der rechten Flanke, eine Flanke schlug, die nur teilweise von Leopold Querfeld geklärt wurde, wodurch Finkgräfe einen kraftvollen Schuss aus 20 Metern für sein erstes Saisontor abfeuern konnte. Der 22-Jährige widmete den emotionalen Treffer später seinem verstorbenen Großvater.
Leipzig erhöhte seine Führung nur drei Minuten später und nutzte einen Abwehrfehler. Querfeld unterschätzte einen langen Ball, wodurch Romulo den Ball erobern konnte, und der Stürmer profitierte dann von einem misslungenen Rückpass desselben Verteidigers, um Rönnow zu umspielen und einzuschieben. Der schwierige Abend des dänischen Torwarts wurde noch schlimmer, als er nach einer halben Stunde aufgrund einer Verletzung ausgewechselt werden musste und durch Carl Klaus ersetzt wurde. Der Ersatzkeeper wurde sofort gefordert und lenkte einen Kopfball von Baumgartner an die Latte, während Leipzig weiterhin dominierte.
Laut Datenanalysten verzeichnete Union Berlin zur Halbzeit einen 'Expected Goals'-Wert von 0,0, was ihre offensiven Schwierigkeiten unterstreicht. Ihre erste klare Chance ergab sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als Oliver Burke alleine vor dem Tor geschickt wurde, aber Maarten Vandevoordt von Leipzig den Versuch vereitelte. Jegliche Hoffnung auf ein Comeback von Union wurde in der 63. Minute zunichte gemacht, als der einflussreiche Diomande in den Strafraum tanzte und den Ball für Baku ablegte, der ihn ruhig abschloss. Doekhi köpfte mit zwölf Minuten Restspielzeit einen Eckball ein, um das Ergebnis etwas erträglicher zu gestalten, aber Leipzig schuf weiterhin die besseren Chancen und traf zweimal am Holz durch Baumgartner und den eingewechselten Johan Bakayoko.
Das Ergebnis versetzt Leipzig in eine starke Position vor einem entscheidenden Spitzenspiel beim Bayer Leverkusen am nächsten Wochenende, wo ein positives Ergebnis die Qualifikation für die Champions League fast besiegeln könnte. Für Union Berlin, das nun unter der Leitung von Eta steht, die seit ihrer Ernennung zwei Niederlagen erlitten hat, verschiebt sich der Fokus auf ein entscheidendes Abstiegskonferenzspiel gegen den 1. FC Köln im Stadion An der Alten Försterei.



