
Juventus' Günstige Neuzugänge Schaffen einen Transferwert-Pool von 150 Millionen Euro
Eine Finanzanalyse zeigt, dass Juventus einen Pool von Spielern besitzt, darunter Khephren Thuram und Andrea Cambiaso, deren kombinierter Marktwert ihre Buchwerte um etwa 150 Millionen Euro übersteigt. Dieser Pool an aufgewerteten Vermögenswerten, der durch kostengünstige Transfers und die Entwicklung der eigenen Jugend aufgebaut wurde, bietet dem Verein erhebliche potenzielle Kapitalgewinne für zukünftige Transferfenster. Die Strategie ist zentral für den Plan von Juventus, bis 2027 den finanziellen Break-Even zu erreichen und gleichzeitig die UEFA-Vorschriften einzuhalten.
Juventus hat ein Portfolio von Spielern aufgebaut, das etwa 150 Millionen Euro mehr wert ist als ihr Rechnungslegungswert, wie eine detaillierte Finanzanalyse von La Gazzetta dello Sport zeigt. Der Bericht hebt hervor, wie eine Reihe von kostengünstigen Transfers und Jugendspielern deutlich an Marktwert gewonnen haben und dem Verein potenziellen finanziellen Spielraum für zukünftige Transferfenster verschaffen.
Die Kern-Gruppe umfasst Khephren Thuram, Andrea Cambiaso, Pierre Kalulu, Federico Gatti und Fabio Miretti. Thuram, der 2024 für 21 Millionen Euro von Nizza verpflichtet wurde, hat nun einen geschätzten Marktwert von 43 Millionen Euro. Cambiaso, eine Akquisition für 16 Millionen Euro von Genoa im Jahr 2022, wird auf rund 35 Millionen Euro geschätzt. Kalulu, dessen Kaufoption über 14 Millionen Euro im letzten Juni gezogen wurde, hat eine Bewertung von 29 Millionen Euro. Gatti, der für 9 Millionen Euro von Frosinone gekauft wurde, ist nun schätzungsweise 21 Millionen Euro wert, während das Eigengewächs Miretti mit 18 Millionen Euro bewertet wird.
Dieser finanzielle Puffer wird als entscheidend für einen Verein angesehen, der sich in einer Phase der wirtschaftlichen Restrukturierung befindet und bis 2027 den Break-Even anstrebt. Das Potenzial für Kapitalgewinne aus diesen Spielern bietet dem Bericht zufolge "reinen Sauerstoff" für die Konten des Vereins, insbesondere unter dem wachsenden Druck der finanziellen Nachhaltigkeitsbestimmungen der UEFA. Der gesamte Kader der ersten Mannschaft wird auf etwa 300 Millionen Euro mehr als seinen Buchwert geschätzt.
Die Strategie spiegelt ein erfolgreiches Modell wider, das Juventus in den letzten Saisons eingesetzt hat. Letztes Jahr erzielte der Verein 110 Millionen Euro aus Spielertransfers, hauptsächlich durch den Verkauf von Jugendprodukten wie Matías Soulé, Dean Huijsen und Nicolò Fagioli. Obwohl die Einnahmen aus Spielertransfers in diesem Sommer mit 32 Millionen Euro bescheidener waren, bietet das Vorhandensein dieser aufgewerteten Vermögenswerte eine Grundlage für zukünftige Marktaktivitäten. Die endgültige Entscheidung über den Verkauf eines dieser Spieler wird von den sportlichen Zielen beeinflusst, insbesondere von der Qualifikation für die UEFA Champions League.
Der Bericht weist auch darauf hin, dass andere etablierte Spieler, darunter Gleison Bremer, Manuel Locatelli und Weston McKennie, derzeit höhere Marktbewertungen haben als ihre verbleibenden Buchwerte, was weitere potenzielle Kapitalgewinnquellen darstellt. Dies steht im Gegensatz zu einigen der teureren Neuzugänge des Vereins in letzter Zeit, wie Douglas Luiz, Teun Koopmeiners und Loïs Openda, die als leistungsschwach im Verhältnis zu ihren Kosten beschrieben werden.
Letztendlich besteht die finanzielle Gesundheit, die durch diese Vermögensbewertungen angezeigt wird, neben einer herausfordernden Phase auf dem Spielfeld, da Juventus in den letzten Jahren nicht in der Lage war, eine ernsthafte Herausforderung um den Serie-A-Titel zu starten oder in der Champions League weit zu kommen. Die kontinuierliche Reduzierung der Gehaltsliste seit 2021 in Kombination mit dieser Pipeline wertvoller Spieler wird jedoch als eine wichtige Säule für die langfristige sportliche und finanzielle Erholung des Vereins angesehen.



