
Lichtsteiner erinnert sich an das Interesse des Inter Mailand im Jahr 2017 und seine Loyalität zu Juventus
Der ehemalige Juventus- und Schweizer Nationalverteidiger Stephan Lichtsteiner hat enthüllt, dass er 2017 ein Angebot des Inter Mailand ablehnte, um in Turin zu bleiben. Der mittlerweile zurückgetretene Außenverteidiger, der derzeit den FC Basel trainiert, enthüllte das Interesse in einem Interview, in dem er über seine Karriere reflektierte.
Lichtsteiner, der zwischen 2011 und 2018 201 Spiele für Juventus bestritt, war im Sommer 2016 ein Ziel von Inter Mailand. In einem aktuellen Interview bestätigte der 39-Jährige das Angebot und erklärte, er habe ein konkretes Angebot von den Nerazzurri erhalten. Seine Verbundenheit mit Juventus und die Ankunft eines neuen Konkurrenten um seine Position waren jedoch entscheidende Faktoren für seine Entscheidung zu bleiben.
Laut Lichtsteiner entwickelte sich die Situation rasch nach einem Gespräch mit dem damaligen Juventus-Generaldirektor Giuseppe Marotta. Der Verein befand sich im Prozess der Verpflichtung von Dani Alves vom FC Barcelona, einem Transfer, der Lichtsteiner direkt um die Position des Rechtsverteidigers herausfordern würde. Trotz der zunehmenden Konkurrenz entschied sich Lichtsteiner, bei den Bianconeri zu bleiben, einem Verein, zu dem er 2011 von Lazio gewechselt war.
"Ich hätte gehen können, ich hatte ein Angebot von Inter", erklärte Lichtsteiner und bestätigte damit das seit langem gemutmaßte Interesse des Mailänder Vereins. Seine Entscheidung zu bleiben zahlte sich aus, da Juventus in dieser Saison die Serie A und die Coppa Italia gewann und damit ein nationales Double vollendete. Lichtsteiner bestritt in der Saison 2016-17 insgesamt 42 Spiele in allen Wettbewerben und trug zum historischen Erfolg des Vereins bei.
Die Loyalität des Schweizer Verteidigers wurde im November 2016 mit einer Vertragsverlängerung belohnt, die ihn bis 2018 an den Verein band. Er verließ Juventus schließlich im Sommer 2018 ablösefrei und schloss sich Arsenal an. Die Enthüllung bietet einen Einblick in die Transfermechanismen dieser Zeit und beleuchtet einen wichtigen Wendepunkt in der Karriere eines Spielers, der 105 Spiele für Juventus bestritt und 11 große Titel gewann, darunter sechs aufeinanderfolgende Meistertitel der Serie A.



