
Lichtsteiner enthüllt: Ich lehnte Inter-Angebot nach Alves-Verpflichtung ab
Der ehemalige Juventus-Verteidiger Stephan Lichtsteiner hat enthüllt, dass er im Sommer 2016 ein Angebot von Inter Mailand ablehnte, wobei die Verpflichtung von Dani Alves in Turin ein entscheidender Faktor für seine Entscheidung war. Der Schweizer Außenverteidiger, der mittlerweile Trainer des FC Basel ist, machte diese Bekanntgabe in einem Interview, das diese Woche veröffentlicht wurde, und blickte auf einen entscheidenden Wendepunkt in seiner Karriere vor acht Jahren zurück.
Laut Lichtsteiner kam das vorgeschlagene Angebot, nachdem er bereits fünf Saisons bei Juventus verbracht hatte, nachdem er 2011 von Lazio gekommen war. In dieser Zeit war er zu einem wichtigen Bestandteil des Teams geworden, das die Serie A dominierte, absolvierte über 200 Spiele und gewann fünf Ligatitel in Folge. Seine Situation änderte sich jedoch, als Juventus die Verpflichtung des brasilianischen Nationalspielers Dani Alves ablösefrei vom FC Barcelona im Sommer 2016 sicherstellte.
Die Ankunft von Alves, einem hochdekorierten und offensivstarken Rechtsverteidiger, drohte, Lichtsteiners Spielzeit deutlich zu reduzieren. Dies veranlasste Inter, das damals unter neuer Führung stand, eine Verpflichtung des erfahrenen Schweizer Verteidigers zu prüfen. Lichtsteiner bestätigte, dass ihm die Möglichkeit eines Wechsels zu den Nerazzurri angeboten wurde, er sich aber letztendlich entschied, zu bleiben und um seinen Platz bei Juventus zu kämpfen.
Letztendlich blieb Lichtsteiner für zwei weitere Saisons bei den Bianconeri und fügte seiner Sammlung zwei weitere Serie A-Titel und drei Coppa Italia-Trophäen hinzu, bevor er 2018 zu Arsenal wechselte. Alves' Aufenthalt in Turin war kurz, da er nach nur einer Saison zum Paris Saint-Germain wechselte, in der Lichtsteiner in allen Wettbewerben immer noch 30 Spiele bestritt.
Die Enthüllung bietet einen Einblick in die internen Dynamiken eines großen Serie A-Klubs während einer Phase des anhaltenden Erfolgs. Sie unterstreicht auch eine bemerkenswerte verpasste Gelegenheit auf dem Transfermarkt zwischen zwei historischen Rivalen, ein Wechsel, der eine Schlüsselfigur von Juventus direkt zu Inter hätte wechseln lassen. Solche Transfers sind im italienischen Fußball selten, insbesondere wenn es sich um Spieler handelt, die ein Symbol für den Erfolg eines Klubs sind.
Für Inter stellte die gescheiterte Verfolgung eine weitere verpasste Gelegenheit während einer turbulenten Phase des Wiederaufbaus unter dem Eigentum von Suning dar. Lichtsteiners Entscheidung zu bleiben ermöglichte es ihm, sein Erbe in Turin auszubauen, während Inter weiterhin nach defensiven Verstärkungen suchte. Der Vorfall bleibt eine kleine Randnotiz in der Geschichte beider Vereine, unterstreicht aber, wie eine einzige Verpflichtung die Pläne mehrerer Teams und Spieler beeinflussen kann.

