Lille hat die Verpflichtung des Verteidigers Tanguy Nianzou vom Sevilla für einen Zwei-Jahres-Vertrag mit einer Option auf eine weitere Saison bekannt gegeben. Der 24-Jährige kehrt nach sechs Jahren, die er nach seinem Wechsel von Paris Saint-Germain zum FC Bayern München im Jahr 2018 verbrachte, in die Ligue 1 zurück. Der Verein bestätigte den Transfer am Samstag und fügte seiner defensiven Optionen dringend benötigte Tiefe hinzu.
Nianzous Zeit beim Sevilla wurde durch Verletzungen beeinträchtigt, darunter Probleme mit Hüfte und Oberschenkel, die ihn in vier Jahren auf 62 Einsätze beschränkten. Trotz der Rückschläge zeigte er in seiner frühen Karriere beim FC Bayern München, wo er 2022 die Bundesliga gewann, vielversprechende Leistungen. Er vertrat Frankreich auch auf Jugendebene und bestritt drei Länderspiele, wobei er zweimal für die U21 traf.
Der Wechsel zu Lille kommt zu einem Zeitpunkt des Umbruchs für den Verein, mit Davide Ancelotti, der kürzlich als Cheftrainer ernannt wurde. Lille baut seine Abwehr nach den Abgängen von Chancel Mbemba und Aïssa Mandi Ende Juni neu auf. Es wird erwartet, dass Nianzou um einen Stammplatz neben den bestehenden Verteidigern konkurriert und Ancelotti taktische Flexibilität bietet.
Nianzou ist der dritte Neuzugang für Lille in diesem Sommer, nach der Ankunft des türkischen Flügelspielers Önel Basar vom NEC Nijmegen und des Schweizer Rechtsverteidigers Loun Srdanovic vom Servette Genf. Sowohl Basar als auch Srdanovic kamen am Samstag im Freundschaftsspiel gegen La Louvière (3:0-Sieg) zu ihrem Debüt für den Verein. Die Verpflichtung von Nianzou verstärkt den Kader von Lille weiter, während sie sich auf die kommende Ligue 1-Saison vorbereiten. Dieser Transfer zeigt die Ambitionen von Lille, ihre Abwehr zu festigen und um eine Spitzenposition in der Liga zu kämpfen.
Lille hofft, dass Nianzou zu der Form zurückfinden kann, die er zu Beginn seiner Karriere zeigte, und zu einem Schlüsselspieler in Ancelottis System wird.




