Liverpool wird seine Rückkaufoption für Jarell Quansah in diesem Sommer nicht wahrnehmen, wie aus Berichten deutscher Medien hervorgeht. Die Entscheidung fällt trotz einer Saison defensiver Instabilität für den Verein, der die Premier League auf dem fünften Platz beendete.
Quansah durchlief die Jugendakademie von Liverpool und bestritt 58 Spiele für die erste Mannschaft, bevor er im Sommer 2025 zum Bayer Leverkusen wechselte, für eine geschätzte Ablösesumme von 35 Millionen Pfund. Der vielseitige Verteidiger, der sowohl als Innenverteidiger als auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden kann, gehört derzeit zum englischen Kader, der sich auf die Weltmeisterschaft 2026 vorbereitet.
Liverpool hatte Rückkaufklauseln in Quansahs Vertrag aufgenommen, die den Preis für eine Rückkehr im Sommer 2026 auf 80 Millionen Euro (69,3 Millionen Pfund) und für 2027 auf 60 Millionen Euro (72 Millionen Pfund) festlegten. Der Verein hat sich jedoch entschieden, die Aktivierung der Klausel zu verzögern, da er davon ausgeht, dass Quansah von einer weiteren Entwicklung als Führungsspieler bei Leverkusen für ein weiteres Jahr profitieren wird. Sie gehen davon aus, dass er dann ein Schlüsselspieler und nicht nur ein Kadermitglied sein wird, wenn er schließlich 2027 zurückkehrt.
Neben der Entscheidung bezüglich Quansah hat Liverpool auch beschlossen, Joe Gomez für das letzte Jahr seines Vertrags zu behalten, der im Sommer 2027 ausläuft. Eine Vertragsverlängerung für den erfahrenen Verteidiger gilt als unwahrscheinlich, aber der Verein schätzt seine Vielseitigkeit und Erfahrung. Aston Villa sowie Besiktas und der AC Mailand haben angeblich Interesse an Gomez für einen möglichen Wechsel im Sommer 2026 bekundet.
Die Entscheidung des Vereins bezüglich Quansah erfolgt im Zuge der Bewertung von Optionen nach dem Abgang von Ibrahima Konate in diesem Sommer und signalisiert eine langfristige Strategie zur Stärkung der defensiven Optionen. Gomez hat 274 Spiele für Liverpool bestritten und während seiner Zeit im Verein 12 Assists geliefert.



