Laut L’Équipe drängt Olympique Marseille darauf, Grégory Lorenzi als neuen Sportdirektor zu verpflichten, nur wenige Tage nachdem sein Abschied von Stade Brestois am Ende der Saison bestätigt wurde. Lorenzi, 42, soll eine mündliche Einigung mit Nizza erzielt haben, falls sie den Abstieg vermieden hätten, aber Marseille versucht nun, ihn in den Süden Frankreichs zu locken.
Lorenzis Erfolg mit Brest hat große Aufmerksamkeit erregt. Er kam 2016 zum Verein, als dieser noch in der Ligue 2 spielte, und spielte eine Schlüsselrolle beim Aufstieg in die höchste Liga und der anschließenden Qualifikation für die Champions League. Seine Arbeit beim Aufbau eines konkurrenzfähigen Kaders in Brest hat ihn als einen der vielversprechendsten Sportdirektoren im französischen Fußball etabliert.
Bereits laufen Gespräche zwischen Vertretern von Marseille und Personen aus dem Umfeld des zukünftigen Vereinspräsidenten, Stéphane Richard. Es wird angenommen, dass Lorenzi selbst zuversichtlich ist, seinen Erfolg in Brest auch mit Marseille wiederholen zu können, einem Verein mit deutlich größeren Ressourcen und Erwartungen. Er spielte zuvor in seiner Karriere für Marseille, was seinen Wunsch nach einer Rückkehr verstärken könnte.
Obwohl keine Ablösesumme bekannt gegeben wurde, da es sich nicht um einen Spielertransfer handelt, stellt der Wechsel einen bedeutenden Coup für Marseille dar, während der Verein seine sportliche Struktur wieder aufbauen möchte. Der Verein sucht seit einer Phase der Instabilität auf dieser Position nach einem langfristigen Sportdirektor. Lorenzis Ankunft könnte einen Wandel hin zu einem strategischeren und datengesteuerten Ansatz bei der Kaderplanung signalisieren. Die Ernennung könnte auch die Pläne für die Vorbereitung beeinflussen, wobei die Frage aufwirft, ob Lorenzi dem traditionellen Trainingslager des Vereins in Marbella zustimmen würde.



