
Lorient bestätigt, dass Olivier Pantaloni am Saisonende geht
Der FC Lorient hat bestätigt, dass Trainer Olivier Pantaloni den Verein am Ende seines Vertrags im Sommer verlassen wird. Die Ankündigung, die in einer offiziellen Erklärung des Vereins am Mittwoch veröffentlicht wurde, erfolgt trotz des Angebots des Ligue-1-Klubs, ihm einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag mit erheblichen finanziellen Anreizen vorzulegen.
Der Verein gab bekannt, dass das Angebot, das kurz nach einer Änderung der Eigentümerstruktur des Vereins Mitte Februar verlängert wurde, das höchste Gehalt darstellt, das jemals einem Trainer in der Geschichte von Lorient angeboten wurde. Es sollte Pantaloni für den Aufstieg aus der Ligue 2 in der vergangenen Saison und für die Führung der Mannschaft auf einen komfortablen Mittelfeldplatz in dieser Saison belohnen, wobei der Verein derzeit auf dem neunten Platz steht. Laut der Erklärung dauerten die Verhandlungen bis Dienstagabend an, erwiesen sich aber letztendlich als erfolglos.
Pantaloni hatte die französische Zeitung Ouest-France bereits am Mittwochmorgen über seine Entscheidung informiert. Der erfahrene Trainer, der zuvor über acht Jahre lang den AC Ajaccio betreute, übernahm 2023 das Ruder bei Lorient. Er führte den bretonischen Verein in seiner ersten Saison erfolgreich zum Titel in der Ligue 2 und damit zum direkten Aufstieg in die höchste Spielklasse.
Sein bevorstehender Abgang markiert das Ende eines kurzen, aber erfolgreichen Kapitels für Les Merlus, das den Verein nach dem Aufstieg stabilisierte. In ihrer Erklärung würdigte die Führungsebene von Lorient Pantaloni und sein Team und erkannte ihre wichtige Rolle bei den jüngsten Erfolgen des Vereins an. Die Erklärung betonte den aufrichtigen Wunsch des Vereins, das Projekt unter seiner Führung fortzusetzen, vor dem Hintergrund eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds.
Der Abgang scheint mit Pantalonis persönlichen Überlegungen zu seiner beruflichen Lebensdauer zusammenzuhängen. In einem Interview mit dem Magazin So Foot im September 2022 deutete er einen Plan an, nur bis zum gesetzlichen Rentenalter zu trainieren, und sagte: „Ich sehe mich in diesem Job nicht lange halten. Ich werde bis zum gesetzlichen Alter arbeiten und dann versuchen, das Leben zu genießen. Das echte Leben.“
Lorient muss nun die Suche nach einem neuen Trainer beginnen, um auf den in dieser Saison gelegten Grundlagen aufzubauen. Die solide Position des Vereins in der Liga bietet eine attraktive Plattform für einen Nachfolger, auch wenn es eine Herausforderung sein wird, eine Figur zu ersetzen, die so klare Ziele erreicht hat. Pantalonis nächster Schritt ist unklar, aber seine Arbeit in der Bretagne hat seinen Ruf für das Erreichen konkreter Ergebnisse mit definierten Projekten gefestigt.


