Der Präsident von Lazio, Claudio Lotito, hat eine mögliche Umstrukturierung des Kaders angedeutet und die Zukunft von Trainer Maurizio Sarri nach einer enttäuschenden Saison in Frage gestellt. In einem Interview mit SportMediaset nach dem Finale der Italian Open sagte Lotito, dass Sarri zwar noch zwei Jahre Vertrag habe, aber „jeder nützlich ist, aber niemand unentbehrlich“, was darauf hindeutet, dass der Verein offen für Veränderungen ist.
Dies folgt auf Lazios Niederlage im Coppa Italia-Finale gegen Inter und eine Niederlage im römischen Derby, was eine Saison verschärft, in der der Verein zum zweiten Mal in Folge die europäische Qualifikation verpassen wird. Sarri selbst äußerte nach dem Derby Unsicherheit über seine Zukunft und erklärte, er habe keine Informationen über die Pläne für die nächste Saison erhalten und das Gefühl gehabt, dass seine Beiträge im Laufe des Jahres ignoriert wurden.
Lotito betonte den Wunsch, das Team zu „verjüngen“ und sich auf den „Vermögensaufbau“ zu konzentrieren, wobei er die Ambition des Vereins hervorhob, durch den Bau eines neuen Stadions – ein Projekt, das sich auf das Flaminio-Stadion konzentriert – finanziell autark zu werden. Er wies auf die sechs Trophäen hin, die während seiner Präsidentschaft gewonnen wurden, als Beweis für frühere Erfolge, räumte aber ein, dass die aktuelle Situation besorgniserregend ist.
Lotito führte die Schwierigkeiten des Teams auch auf eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Verletzungen und ungünstige Vorfälle zurück, die sich auf die Ergebnisse auswirkten, und beschrieb die Saison als „absurd“ und anders als alles, was er in seinen 22 Jahren als Präsident erlebt hat. In den kommenden Tagen ist ein Treffen zwischen Lotito und Sarri geplant, um die Situation zu besprechen, was angesichts der Vertragslaufzeit von Sarri bis 2028 zu schwierigen Verhandlungen führen könnte. Die Möglichkeit einer Trennung scheint immer wahrscheinlicher, was möglicherweise zu einem Streit über die Bedingungen der bestehenden Vereinbarung führen könnte.



