
Napoli's Lukaku droht Konsequenzen nach Nichtrückkehr aus Belgien
Der Sportdirektor von Napoli, Giovanni Manna, hat bestätigt, dass Stürmer Romelu Lukaku Konsequenzen für seine Nichtrückkehr zum Verein nach der internationalen Länderspielpause erwarten. Manna sagte im Gespräch mit DAZN vor dem Spiel von Napoli gegen den AC Mailand, dass Lukaku zwar einberufen worden sei, sich aber entschieden habe, in Belgien zu bleiben, wo er mit seinen Physiotherapeuten an seiner Genesung von einer Verletzung arbeite. Der Verein erwartet, dass der Spieler nächste Woche nach Italien zurückkehrt.
Manna äußerte seine klare Unzufriedenheit mit der Situation und betonte, dass Lukaku zwar den Fokus auf die Rehabilitation als Grund angegeben habe, seine Abwesenheit jedoch nicht willkommen sei. „Wir haben ihn einberufen, weil wir uns hier in Neapel mit ihm treffen wollten, wir sind nicht glücklich darüber, dass er nicht zurückgekehrt ist“, sagte Manna. Er betonte die höchste Bedeutung der Gruppenintegrität und erklärte, dass der Fokus weiterhin auf den verfügbaren Spielern liegen müsse. Er ließ jedoch keinen Zweifel an den bevorstehenden Konsequenzen aufkommen und fügte hinzu: „Romelu weiß, dass es Konsequenzen geben wird.“
Der Vorfall wirft einen Schatten auf Lukakus Zukunft im Stadio Diego Armando Maradona, nur wenige Monate nach seinem hochkarätigen Leihgeschäft von Chelsea. Der belgische Nationalspieler hat in der Serie A eine wechselhafte Bilanz, nachdem er zuvor bei Inter Mailand geglänzt hatte, sich nun aber in einen Disziplinarfall bei Napoli verwickelt findet. Seine Zeit in Neapel war unbeständig, mit Aufblitzen seines kraftvollen Angriffsspiels, die durch Verletzungen und nun durch diesen Verstoß gegen das Vereinsreglement unterbrochen wurden.
Unterdessen diskutierte der Sportdirektor des AC Mailand, Igli Tare, in derselben Sendung die Ambitionen seines Teams vor dem entscheidenden Serie-A-Spiel. Er betonte die Bedeutung eines Sieges, um die Position in einer enger werdenden Ligatabelle zu festigen. Auf die Frage nach dem Angriffsduo von Napoli, Christopher Nkunku und Niclas Füllkrug, räumte Tare deren Qualität ein, wies aber auf die Tiefe seines eigenen Kaders als eine wichtige Stärke für Trainer Massimiliano Allegri hin.
Tare ging auch auf die Situation des portugiesischen Flügelspielers Rafael Leao ein, dessen Zukunft oft Gegenstand von Spekulationen ist. Er wies jede Vorstellung von einem bevorstehenden Abgang zurück und nannte Leaos wiederkehrende Verletzungsprobleme als die Hauptbarriere für konstante Leistungen. „Er hat einen Vertrag für weitere zwei Jahre und bleibt ein sehr wichtiger Spieler für Milan“, bekräftigte Tare und stellte fest, dass Leao für die Aufstellung gegen Napoli zur Verfügung steht. Die gegensätzlichen Aussagen der beiden Direktoren unterstreichen Lukakus prekäre Situation bei Napoli im Vergleich zum bestätigten Wert wichtiger Spieler bei Rivalitätsvereinen und bereiten die Bühne für eine potenziell angespannte Lösung bei seiner Rückkehr nach Italien.


