Laut L’Équipe strebt Olympique Lyonnais an, bis Ende Juni 20 Millionen Euro durch Spielerverkäufe zu generieren, möglicherweise bis zu 60 Millionen Euro bis Ende August, falls die Qualifikation für die Champions League verfehlt wird. Die finanzielle Umstrukturierung soll eingehende Transfers finanzieren und die Gehaltsliste des Vereins vor der neuen Saison reduzieren.
Trainer Paulo Fonseca ist aktiv in den Rekrutierungsprozess involviert, arbeitet eng mit Sportdirektor Matthieu Louis-Jean zusammen und verlässt sich stark auf das Scouting-Netzwerk des Vereins. Lyon bereitet sich auf die Rückkehr zum Training am 29. Juni vor, wobei die Vorbereitung auf die dritte Qualifikationsrunde der Champions League am 4. August ein Schlüsselziel ist. Moussa Niakhaté und Nicolas Tagliafico werden für dieses Spiel aufgrund der Roten Karten, die sie im Europa-League-Wettbewerb gegen Celta Vigo erhalten haben, gesperrt sein.
Der Verein hat fünf Spieler identifiziert, die derzeit als unverkäuflich gelten: Torwart Dominik Greif, Verteidiger Moussa Niakhaté, Mittelfeldspieler Tyler Morton, Veteran Corentin Tolisso und einer der linken Flügelspieler, entweder Malick Fofana oder Afonso Moreira. Mehrere andere Spieler gelten als Transferziele für andere Vereine, darunter Nicolas Tagliafico, Ainsley Maitland-Niles, Orel Mangala, Abner Vinicius, Pavel Sulc, Tanner Tessmann und Ruben Kluivert.
Lyon hofft, mindestens fünf oder sechs Spieler in seinem Kader zu erneuern und gleichzeitig die Athletik und Geschwindigkeit der Mannschaft zu verbessern. Fonseca's Prioritäten auf dem Transfermarkt umfassen einen Innenverteidiger, zwei Außenverteidiger – insbesondere auf der rechten Seite –, einen defensiven Mittelfeldspieler und einen jungen, schnellen Stürmer. Der Verein beabsichtigt auch, mehr Spieler aus seiner eigenen Jugend in das Profi-Team zu integrieren. Für die dritte Woche der Vorbereitung wird ein Trainingslager entweder in Deutschland oder Österreich in Betracht gezogen, wobei fünf bis sechs Freundschaftsspiele geplant sind. Spieler, die am jüngsten internationalen Fenster teilgenommen haben, darunter Niakhaté, Sulc, Ernest Nuamah und Tagliafico, erhalten maximal drei Wochen Urlaub.
Die Notwendigkeit von Spielerverkäufen ergibt sich aus Lyons Wunsch, den Kader zu verstärken und um einen Champions-League-Platz zu konkurrieren, ein Ziel, das sie seit 2020 nicht mehr erreicht haben. Das erfolgreiche Meistern der Qualifikationsrunden und der Aufbau eines wettbewerbsfähigeren Teams werden für die Ambitionen des Vereins entscheidend sein.



