Paolo Maldini hat seine Position beim italienischen Nationalteam nach Meinungsverschiedenheiten über die Ernennung von Andrea Pirlo zum Cheftrainer verlassen, wie der Präsident des Italienischen Nationalen Olympischen Komitees (CONI), Giovanni Malagò, mitteilte. Der Abgang, der am 28. Juli bestätigt wurde, wurde als eine „einvernehmliche Trennung“ und nicht als Ergebnis eines Konflikts beschrieben, obwohl Malagò unterschiedliche Meinungen bezüglich Pirlos Auswahl anerkannte.
Maldini war in einer leitenden Funktion in die italienische Nationalmannschaft eingebunden und trug zum erfolgreichen Verlauf der Mannschaft bei der Euro 2020 bei. Sein Abgang erfolgt, nachdem Pirlo zum neuen Italien-Trainer ernannt wurde, eine Entscheidung, die Berichten zufolge zu Reibereien innerhalb der Führung des Nationalteams führte. Malagò erklärte ausdrücklich, dass die unterschiedlichen Ansichten über Pirlos Ernennung im Mittelpunkt der Trennung standen.
Vor seiner Rückkehr in den Nationalmannschaftskader genoss Maldini eine legendäre Spielerkarriere beim AC Mailand, wo er fast sein ganzes Berufsleben verbrachte. 2019 wechselte er in die Position des technischen Direktors bei Milan und beaufsichtigte eine Phase des Wiederaufbaus und den letztendlichen Gewinn des Serie-A-Titels im Jahr 2022. Er verließ seinen Posten bei Milan im Juni 2023 nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Vereinsbesitz über die Transferstrategie.
Leonardo, ein weiterer ehemaliger AC Mailand-Spieler und -Direktor, verließ ebenfalls seine Position an der Seite von Maldini. Während Malagò auch Leonardos Abgang als einvernehmlich beschrieb, wird er im Zusammenhang mit den gleichen Meinungsverschiedenheiten über Pirlos Ernennung gesehen. Leonardo hatte zuvor leitende Positionen bei Paris Saint-Germain und Inter Mailand inne und demonstrierte so eine große Erfahrung in der Fußballverwaltung.
Die Ernennung von Pirlo, einem Weltmeister mit Italien als Spieler, stellt eine Richtungsänderung für das Nationalteam dar. Er hatte zuvor die U23-Mannschaft von Juventus und Salernitana trainiert, jedoch mit begrenztem Erfolg, was seine Ernennung etwas kontrovers macht. Maldinis Abgang beseitigt eine bedeutende Figur aus der italienischen Fußballlandschaft und könnte die zukünftige Richtung des Nationalteams bei der Vorbereitung auf die kommenden Qualifikationskampagnen beeinflussen.




