Villarreal steht kurz davor, den Abgang von Trainer Marcelino García Toral nächste Woche bekannt zu geben, wie mehrere Quellen in Spanien berichten. Der Vertrag des 60-Jährigen läuft diesen Sommer aus und die Gespräche über eine Verlängerung sind ins Stocken geraten, sodass der Verein und der Trainer voraussichtlich auseinandergehen werden, sobald die Qualifikation für die Champions League mathematisch gesichert ist, was bereits an diesem Wochenende passieren könnte. Cadena Cope berichtet, dass die offizielle Bekanntgabe in den kommenden Tagen erfolgen soll.
Der spanische Radiosender Cadena SER nennt einen "Cocktail aus Gründen" für die Trennung, obwohl Villarreal auf dem besten Weg ist, zum zweiten Mal in Folge unter die Top Vier in La Liga zu kommen, ein Novum in der Vereinsgeschichte. Marcelinos Amtszeit wurde durch eine enttäuschende europäische Saison und eine vermeintliche zu geringe Berücksichtigung der Spieler aus der eigenen Jugend während seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit getrübt. Quellen deuten auch auf ein nachlassendes Verhältnis zum Kader hin, ein wiederkehrendes Thema in der Karriere des intensiven Trainers bei früheren Vereinen.
Villarreal hat bereits Schritte unternommen, um einen Nachfolger zu sichern, und eine grundsätzliche Einigung mit Iñigo Pérez von Rayo Vallecano erzielt. Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber es wird erwartet, dass Pérez ab der Saison 2026-27 die Nachfolge in La Cerámica antritt. Der 38-Jährige hat in seiner ersten europäischen Saison als Trainer beeindruckt und Rayo ins Halbfinale der Europa Conference League geführt, wodurch er seinen Ruf erheblich gesteigert hat.
Marcelinos zweite Amtszeit bei Villarreal, die Ende 2023 begann, festigte die Position des Vereins unter der spanischen Elite, aber das Scheitern im kontinentalen Wettbewerb scheint ein entscheidender Faktor gewesen zu sein. Der Verein investierte im vergangenen Sommer stark in den Kader, mit dem Ziel, in der Champions League weiter zu kommen, was jedoch nicht gelang. Sein Abgang markiert das Ende einer Ära, die von hochintensivem Fußball und soliden nationalen Ergebnissen, aber auch von einer wahrgenommenen Decke in Europa geprägt war.
Für Pérez stellt der Wechsel einen bedeutenden Schritt nach oben dar. Er hat bei Rayo Vallecano mit einem vergleichsweise bescheidenen Budget eine zusammenhängende und wettbewerbsfähige Mannschaft aufgebaut, mit einem Spielstil, der Lob erhalten hat. Seine Herausforderung bei Villarreal wird darin bestehen, auf die konstanten Leistungen des Vereins im Inland aufzubauen und gleichzeitig deren Erfolg in der Champions League zu verbessern, einem Wettbewerb, in dem das Gelbe U-Boot in den letzten Saisons Schwierigkeiten hatte, sich zu behaupten. Der Trainerwechsel signalisiert Villarreals Wunsch nach einem neuen Projekt und einer neuen Stimme auf der Bank, während sie eine weitere Kampagne unter Europas Elite planen.



