Juventus erwägt offenbar die Verpflichtung von Aston Villa-Torhüter Emiliano Martínez, wie in einem Interview mit der italienischen Fußballlegende Dino Zoff gegenüber Tuttosport verlautete. Zoff deutete an, dass der argentinische Torwart eine geeignete Ergänzung für die „Bianconeri“ wäre, und betonte, dass Ergebnisse oberste Priorität haben und die Persönlichkeit eines Spielers sekundär zu seiner Leistung sei.
Martínez (31) ist seit seinem Wechsel von Arsenal im Jahr 2020 eine Schlüsselperson für Aston Villa und spielte eine entscheidende Rolle beim Aufstieg des Vereins in der Premier League. Er war auch maßgeblich am erfolgreichen WM-Auftritt Argentiniens 2022 beteiligt und gewann den Goldenen Handschuh. Jüngste Berichte deuten jedoch darauf hin, dass Villa ihn in diesem Sommer möglicherweise verkaufen könnte.
Zoff, selbst ein legendärer Torhüter, räumte Bedenken hinsichtlich des oft extravaganten und provokativen Verhaltens von Martínez auf dem Spielfeld ein und erklärte, dass seine Persönlichkeit irrelevant sei, solange er „weiß, wie man Schüsse hält“. Er hob die nachgewiesenen Fähigkeiten von Martínez sowohl in der Premier League als auch im internationalen Fußball als Gründe für seine Zustimmung hervor.
Die mögliche Ankunft von Martínez könnte dazu führen, dass entweder Mattia Perin oder Guglielmo Vicario Juventus verlassen. Obwohl der Verein mit beiden Torhütern in Verbindung gebracht wurde, lobte Zoff Vicarios Entwicklung während seiner Zeit in England, betonte jedoch, dass er nicht befugt sei, sich zur Transfermarktstrategie zu äußern.
Zoff sprach auch über die breitere Notwendigkeit für Juventus, einen stärkeren italienischen Kern innerhalb des Kaders wiederherzustellen, da er dies für Vereine, die auf höchstem Niveau spielen, als entscheidend erachtet. Er räumte einen Rückgang der italienischen Vertretung im Verein in den letzten Jahren ein, äußerte aber Optimismus, dass die Situation behoben werden könne. Er nannte Spieler wie Frattesi, Liberali und Leoni als potenzielle Ziele, betonte jedoch, wie wichtig es sei, sicherzustellen, dass sie in das taktische System von Trainer Massimiliano Allegri passen.
Das Interview berührte auch die Zukunft von Dusan Vlahovic, wobei Zoff vorschlug, dass Juventus prüfen sollte, ob es dem serbischen Stürmer einen neuen Vertrag anbieten soll, basierend auf seiner Verfügbarkeit und Leistung. Er befürwortete auch einen möglichen Wechsel von Domenico Berardi, da er glaubt, dass der erfahrene Flügelspieler immer noch zu einem Team mit Champions-League-Ambitionen beitragen könne.




