Der AC Mailand hat seit der Übernahme durch Gerry Cardinale und RedBird Capital am 31. August 2022 über 400 Millionen Euro für Spielertransfers ausgegeben, wie die Gazzetta dello Sport berichtet. Die Investitionen haben nicht immer die gewünschten Ergebnisse getragen, wobei mehrere Neuzugänge keine bedeutende Wirkung in San Siro entfalten konnten.
Die Ausgaben begannen vor Cardinales vollem Einfluss, wobei der Deal für Charles De Ketelaere von der vorherigen Führungsebene unter der Leitung von Elliott Management abgeschlossen wurde. Anschließend verließ sich Cardinale zunächst auf Paolo Maldini und Ricky Massara für Transfergeschäfte während des Januar-Transferfensters 2023, bevor er die volle Verantwortung dem CEO Giorgio Furlani und dem technischen Direktor Geoffrey Moncada für die Saisons 2023-24 und 2024-25 übertrug. Kürzlich arbeitete Furlani mit Sportdirektor Antonio Tare für das Transferfenster 2025-26 zusammen.
Christopher Nkunku stellt die teuerste Verpflichtung des Vereins unter dem neuen Eigentümer dar und kam für einen Bericht zufolge für 37 Millionen Euro. Der Bericht deutet jedoch darauf hin, dass auch andere Akquisitionen die Erwartungen nicht erfüllt haben. Emerson Royal, Álvaro Morata und Noah Okafor werden speziell als Spieler genannt, die ihrem Preis nicht gerecht geworden sind, wobei einige nach kurzer Zeit den Verein verlassen haben.
Trotz der erheblichen Ausgaben hat Mailand auch Einnahmen durch Spielerverkäufe generiert, insbesondere durch die Abgänge von Tijjani Reijnders und Sandro Tonali. Diese Verkäufe haben die Gesamtausgaben teilweise ausgeglichen, aber der Bericht deutet auf Cardinales Unzufriedenheit mit der Effektivität der Transferstrategie des Vereins über mehrere Transferfenster hinweg hin. Der Vereinsbesitzer äußerte Bedenken hinsichtlich der Leistung der für die Identifizierung und Verpflichtung neuer Spieler Verantwortlichen und deutete eine mögliche Kursänderung an. Eine Umstrukturierung der Scouting- und Transferabteilungen könnte in Betracht gezogen werden, um zukünftige Transferergebnisse zu verbessern und eine effizientere Nutzung der Mittel zu gewährleisten.




