Der AC Mailand hat seinen Fokus auf den Verteidiger von Sporting Lissabon, Gonçalo Inácio, verlagert, nachdem Schwierigkeiten bei der Verpflichtung von Antonio Silva von Benfica aufgetreten sind, wie italienische Medien berichten. Die Rossoneri hatten Silva ursprünglich als Priorität identifiziert, aber die Verhandlungen sind aufgrund der kompromisslosen Haltung von Benfica und der Bedeutung des Spielers für die Pläne von Trainer Marco Silva ins Stocken geraten.
Benfica soll nicht bereit sein, über eine reduzierte Ablösesumme für Silva zu verhandeln, dessen Vertrag erst 2027 ausläuft. Auch wenn dies eine Verhandlungstaktik sein könnte, zögert Mailand, die Gespräche in die Länge zu ziehen und das Risiko einzugehen, andere Ziele zu verpassen. Eigentümer Gerry Cardinale ist bestrebt, schnell wichtige Neuzugänge zu sichern, um dem neuen Trainer Paulo Fonseca eine solide Grundlage zu bieten.
Infolgedessen priorisiert Mailand nun einen Transfer von Inácio, dem 24-jährigen Innenverteidiger von Sporting Lissabon. Fonseca ist mit Inácio vertraut, da er ihn zuvor bei Sporting trainiert hat, wo sie zusammen vier Titel gewannen, darunter zwei Meisterschaften. Die beiden genossen eine erfolgreiche vierjährige Zusammenarbeit, und Inácio wird von derselben Agentur vertreten wie der Trainer von Mailand, was die Verhandlungen erleichtern könnte.
Der portugiesische Verteidiger wird auf rund 40 Millionen Euro geschätzt. Mailands veränderte Transferstrategie, die sich im Vereinsrekordtransfer von Lucas Romero zeigt, deutet darauf hin, dass sie nun bereit sind, erheblich in einzelne Spieler zu investieren, anstatt die Mittel auf mehrere weniger wirkungsvolle Verpflichtungen zu verteilen. Inácios Fähigkeit, sowohl in Dreier- als auch in Viererketten zu spielen, gepaart mit seiner Passgenauigkeit, macht ihn zu einer attraktiven Option. Mailand erwägt auch Tiago Gabriel von Lecce als mögliche zweite Verstärkung für die Innenverteidigung, wobei seine Ablösesumme voraussichtlich deutlich unter der von Inácio liegen wird.



