Der Stürmer von Juventus, Arkadiusz Milik, hat in einem Interview mit Kanal Sportowy über eine schwierige Zeit in seiner Karriere gesprochen und detailliert über seine Probleme mit Verletzungen und den daraus resultierenden emotionalen Zusammenbruch berichtet. Der polnische Nationalspieler beschrieb eine Zeit zwischen Januar und April dieses Jahres, in der er während der Trainingseinheiten weinte, was ihn schließlich dazu veranlasste, die Hilfe eines Psychologen in Anspruch zu nehmen.
Milik erklärte, dass der ständige Kreislauf von Verletzungen einen erheblichen Einfluss auf sein psychisches Wohlbefinden gehabt habe. Er berichtete von Fällen, in denen er das Training verlassen musste, um privat mit überwältigenden Emotionen fertig zu werden, und gab zu, dass er zunächst zögerte, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, da er seine Fähigkeit, die Situation selbstständig zu bewältigen, in Frage stellte. Er erkannte schließlich, dass er Unterstützung benötigte, um die Herausforderungen, denen er sich stellte, zu meistern.
Der Stürmer reflektierte auch über seine Zukunft und räumte ein, dass Gespräche über einen möglichen Wechsel zu Gornik Zabrze, dem Verein, bei dem sein Bruder derzeit spielt, laufen, betonte aber, dass es noch zu früh sei, etwas zu bestätigen. Er sprach sehr positiv über ehemalige Teamkollegen, hob Robert Lewandowski für seine Langlebigkeit hervor und lobte das Können und die Entschlossenheit von Ángel Di María und Paul Pogba.
Milik teilte eine konkrete Anekdote über Pogba, an die er sich erinnerte, wie der Mittelfeldspieler trotz anhaltender Knieprobleme weiterhin auf hohem Niveau spielte und oft mit einem geschwollenen Gelenk spielte. Pogba sagte Milik, dass sie zwar alle Profis seien, Cristiano Ronaldo aber auf einer ganz anderen Ebene agiere. Diese Erfahrung hat Milik zu einer wichtigen Erkenntnis über Prioritäten geführt, nämlich dass „Geld nicht glücklich macht“, selbst nachdem er ein beträchtliches Einkommen erzielt hat, während er sich unzufrieden fühlte.
Der 29-Jährige kam 2022 von Marseille zu Juventus, zunächst als Leihspieler, bevor der Transfer endgültig wurde. Er hatte während seiner Zeit in Turin mit konstanter Spielzeit und Verletzungen zu kämpfen und erzielte in 63 Spielen in allen Wettbewerben 14 Tore. Der Verein befindet sich derzeit in einem Übergang, und Miliks offene Diskussion über seine psychische Gesundheit könnte zukünftige Entscheidungen bezüglich seiner Rolle im Kader beeinflussen.




