
Mircea Lucescu tritt nach gesundheitlichem Vorfall als rumänischer Nationaltrainer zurück
Der rumänische Fußballverband hat das Ende der Zusammenarbeit mit Nationaltrainer Mircea Lucescu bestätigt. Die 80-jährige rumänische Fußballlegende verlässt das Amt, das sie seit August 2024 innehatte. Der Verband veröffentlichte am Donnerstag ein Video, um ihren Rücktritt zu würdigen. Der Rücktritt folgt auf einen kürzlichen Herzinfarkt, der eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich machte und schwere Zweifel an ihrer Zukunft als Trainer aufwarf.
Lucescu wurde am vergangenen Sonntag nach einem Herzproblem vor einer geplanten Trainingseinheit ins Krankenhaus gebracht. Berichten aus Rumänien zufolge handelte es sich nicht um einen isolierten gesundheitlichen Notfall, da der erfahrene Trainer während seiner Amtszeit bereits mehrfach aufgrund von Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Dieser jüngste Schock scheint die einvernehmliche Entscheidung zur Beendigung seines Vertrags mit der Nationalmannschaft beschleunigt zu haben.
Sein letztes Spiel als Trainer war eine 1:0-Niederlage gegen die Türkei, ein Ergebnis, das Rumänien letztendlich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 kostete. Lucescus Gesamtbilanz mit der Tricolorii beträgt 11 Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Obwohl er es geschafft hat, den Wettbewerbsgeist des Teams wiederzubeleben, markiert das Scheitern, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, ein enttäuschendes Ende seiner Karriere als Nationaltrainer.
Der Rücktritt bedeutet voraussichtlich das Ende einer bemerkenswerten 43-jährigen Trainerkarriere, die mehrere Länder und Vereine umfasste. Lucescu, der zum Zeitpunkt seiner Ernennung der älteste Trainer im internationalen Fußball war, wird vor allem für seine transformative Zeit bei Schachtar Donezk gefeiert, wo er zahlreiche ukrainische Meistertitel und den UEFA-Cup 2009 gewann. Er hatte auch bedeutende Phasen als Trainer von Dynamo Kiew, Besiktas und Zenit St. Petersburg und erwarb sich den Ruf eines klugen Taktikers und Talentförderers.
Für den rumänischen Verband beginnt die Suche nach einem Nachfolger sofort, während das Team nun in einen neuen Zyklus eintritt, der sich auf die Qualifikation für die Europameisterschaft 2028 konzentriert. Der Verband wird wahrscheinlich eine jüngere, langfristige Lösung suchen, um auf dem Fundament aufzubauen, das Lucescu gelegt hat. Sein Rücktritt, der durch gesundheitliche Bedenken bedingt ist, wird mit großem Respekt für sein Erbe aufgenommen, lässt den rumänischen Fußball jedoch an einem Scheideweg zurück, während er die Zukunft ohne seine erfahrenste Persönlichkeit plant.



