Napoli hat in diesem Transferfenster bereits rund 70 Millionen Euro ausgegeben, nicht für neue Akquisitionen, sondern für die Erfüllung bestehender Zahlungsvereinbarungen für Spieler, die bereits im Verein stehen, wie italienische Medien berichten. Der Verein der Serie A hat ausstehende Gebühren für Alisson Santos, Rasmus Hojlund und Lorenzo Lucca beglichen, Verpflichtungen, die bei früheren Transfergeschäften eingegangen wurden.
Der Verein hat den dauerhaften Transfer von Alisson Santos von Sporting Lissabon abgeschlossen, was eine weitere Zahlung von 16,5 Millionen Euro zusätzlich zu der anfänglichen Rate von 3 Millionen Euro im Januar zur Folge hatte. Ein Deal mit Manchester United für Rasmus Hojlund, der ursprünglich durch eine Verletzung von Romelu Lukaku ausgelöst wurde, kostete Napoli letztendlich 50 Millionen Euro, einschließlich einer vorherigen Zahlung von 6 Millionen Euro. Der Transfer von Lorenzo Lucca von Udinese, der durch eine Anfrage des Vereinsbesitzers Aurelio De Laurentiis an Gino Pozzo erleichtert wurde, umfasste eine anfängliche Zahlung von 9 Millionen Euro, mit weiteren 26 Millionen Euro, die in drei Jahren in Raten gezahlt werden sollen.
Diese erheblichen Ausgaben zwingen Napoli nun dazu, die Kadergröße und die finanzielle Situation neu zu bewerten. Präsident De Laurentiis soll eine Reduzierung des Kaders gefordert haben, wobei 25 Spieler als entbehrlich eingestuft wurden. Der neue Sportdirektor Giovanni Manna steht vor der Aufgabe, diese Spieler zu verkaufen, um die Bücher auszugleichen und den Kader neu zu gestalten.
Napoli hat derzeit 47 Spieler unter Vertrag, reduziert auf 46 nach Turis Wechsel zu Pineto. Die hohen Gehaltskosten, die mit einem so großen Kader verbunden sind, sind ein wichtiges Anliegen für den Verein. De Laurentiis erklärte bei einer kürzlichen Veranstaltung, dass der Verein 25 Spieler verkaufen müsse, was eine Verlagerung der Transferstrategie signalisiert, wobei zukünftige Akquisitionen wahrscheinlich verzögert werden, bis durch Verkäufe Mittel aufgebracht werden. Die jüngsten Ausgaben des Vereins demonstrieren weiterhin das Engagement für die Stärkung des Teams, aber unterstreichen auch die Notwendigkeit finanzieller Besonnenheit.




