Nico González wird voraussichtlich im Sommer zur Juventus zurückkehren, nachdem er während seiner Leihe zum Atlético Madrid keine Kaufpflicht auslösen konnte. Berichten aus Italien zufolge wird der 28-jährige argentinische Flügelspieler nicht die erforderliche Mindestanzahl an Einsätzen erreichen, um seinen Wechsel nach Spanien endgültig zu machen. Die Klausel, die auf 32 Millionen Euro festgelegt war, war davon abhängig, dass González in 21 La Liga-Spielen mindestens 45 Minuten spielte. Eine kürzliche Muskelverletzung, seine dritte in dieser Saison, wird ihn für drei bis vier Wochen außer Gefecht setzen und ihn bei 16 qualifizierenden Einsätzen und nur noch sechs Ligaspielen belassen.
Quellen geben an, dass Atlético Madrid bereits vor diesem jüngsten Rückschlag entschieden hatte, die vollen 32 Millionen Euro für González nicht zu zahlen. Der spanische Verein hält den vereinbarten Preis für einen Spieler, der zwar von Trainer Diego Simeone hoch geschätzt wird, aber in seiner Position einer starken Konkurrenz durch Spieler wie Ademola Lookman, Alex Baena und Thiago Almada gegenübersteht, für zu hoch. Dies bereitet die Bühne für neue Verhandlungen zwischen den Vereinen am Ende der Saison, wobei Juventus eine Ablösesumme in Höhe von etwa 30 Millionen Euro erwartet, während Atlético auf eine Zahl näher an 20 Millionen Euro abzielt.
González' Saison war eine Achterbahnfahrt, geprägt von Verletzungsunterbrechungen, aber auch von Momenten der Produktivität. Er absolvierte insgesamt 21 Spiele in allen Wettbewerben, sammelte fast 2.000 Spielminuten und erzielte fünf Tore. Seine Leistungen in der Champions League und der Copa del Rey wurden jedoch nicht für die Erfüllung der Einsatzklausel berücksichtigt. Seine Rückkehr stellt eine finanzielle Komplikation für Juventus dar, das von der UEFA wegen der Financial Fair Play-Bestimmungen unter die Lupe genommen wird und die erwarteten 32 Millionen Euro für eine umfassende Kaderüberholung eingeplant hatte, die von Trainer Luciano Spalletti gewünscht wird.
Paradoxerweise könnte González' Rückkehr auch eine sportliche Lösung für Spalletti bieten. Der Juventus-Trainer bewundert seit langem die Vielseitigkeit, den Charakter und die internationale Erfahrung des Spielers. Da Flügelspieler Arbnor Muja Berichten zufolge den Verein verlassen wird, könnte González direkt mit Joao Conceicao um einen Stammplatz konkurrieren. Die endgültige Entscheidung hängt möglicherweise letztendlich von den Präferenzen des Spielers ab, der derzeit dazu neigt, in Madrid zu bleiben. Unabhängig davon muss Juventus seine Sommer-Transferpläne nun ohne die erwarteten Einnahmen aus seinem Verkauf neu kalibrieren und einen potenziellen großen Ertrag in ein potenzielles Reintegrationsrätsel verwandeln.



