
Einzug von OGC Nizza ins Pokalfinale schafft potenzielles Problem für die Relegationsplayoffs
Der Einzug von OGC Nizza ins Finale des Coupe de France hat einen erheblichen Terminplan-Konflikt geschaffen, falls der Verein die Ligue 1-Saison auf dem 16. Platz beendet und gezwungen ist, in einer Relegations-Playoff-Runde anzutreten. Berichten zufolge kollidiert der bestehende Spielplan für die Playoff-Spiele zwischen Ligue 1 und Ligue 2, die für den 21. und 24. Mai angesetzt sind, direkt mit dem Pokalfinale von Nizza am 22. Mai. Dieses Szenario würde Claude Puels Mannschaft nicht genügend Erholungszeit zwischen den drei entscheidenden Spielen lassen.
Die Situation erinnert an die schwierige Erfahrung des Stade de Reims in der vergangenen Saison. Reims, das ebenfalls das Finale des Coupe de France erreichte, während es gleichzeitig im Abstiegskampf steckte, war gezwungen, einen ähnlich vollen Spielplan zu bewältigen. Der Verein verlor letztendlich das Finale und stieg anschließend über die Playoff-Runde ab, ein Präzedenzfall, der alle bei Nizza beunruhigt. Die Liga steht nun vor der Möglichkeit, den Playoff-Spielplan zum zweiten Mal in Folge zu ändern, falls Nizza auf einem Playoff-Platz landet.
Für Nizza hat nun oberste Priorität, sich auf ein historisches Pokalfinale gegen einen noch festzulegenden Gegner vorzubereiten und den Klassenerhalt durch die letzten Ligaspiele zu sichern, um die logistische Hölle ganz zu vermeiden. Der Verein liegt knapp über der Abstiegszone, und das letzte Saisonspiel gegen den FC Metz am 17. Mai wird von größter Bedeutung sein. Das Vermeiden des 16. Platzes würde den Terminplan-Konflikt hinfällig machen und es dem Team ermöglichen, sich ausschließlich auf das Finale im Stade de France zu konzentrieren.
Die französische Fußballliga (LFP) hat sich noch nicht zu möglichen Terminplanänderungen geäußert, aber eine Entscheidung wäre erforderlich, falls Nizzas Ligaposition dies erfordert. Der Konflikt verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen der Spielplan-Überlastung in einer Saison, die bereits durch die Winter-Weltmeisterschaft komprimiert wurde. Für Nizza, einen Verein, der in den letzten Jahren stark investiert hat und europäische Ambitionen hat, ist die Aussicht auf einen Abstiegskampf eine deutliche Unterleistung, was die kommenden Wochen zu einer der entscheidendsten in seiner jüngeren Geschichte macht.


