Der belgische Stürmer Lois Openda steht kurz davor, auf Leihbasis mit Kaufoption zum Olympique Lyon zu wechseln, trotz einer aktuellen Knappheit an Offensivoptionen bei Juventus. Der Transfer, der Berichten zufolge eine Leihe mit Kaufpflicht beinhaltet, kommt nach nur einer Saison beim Turiner Verein.
Openda kam im vergangenen Sommer für rund 44 Millionen Euro plus Boni zu Juventus, konnte aber keinen bedeutenden Einfluss nehmen, erzielte nur zwei Tore und fand sich oft auf der Bank wieder. Er erhielt unter Igor Tudor und Luciano Spalletti nur begrenzte Einsatzzeit, was zu seiner Aufnahme auf die Liste potenzieller Abgänge des Vereins führte. Der 26-Jährige hofft auf einen Neuanfang in der Ligue 1, wo er zuvor für Lens spielte und mit der Liga vertraut ist.
Ironischerweise wird Openda voraussichtlich für Juventus im Freundschaftsspiel gegen Standard Lüttich am Samstag starten, da der Verein derzeit mit einer Verletzungskrise in seinem Angriffskampf zu kämpfen hat. Neuzugang Jeff Ekhator erlitt bei seinem Debüt eine Verletzung, während auch Arek Milik und Edon Zhegrova ausfallen. Kenan Yildiz arbeitet ebenfalls separat an seiner Genesung von einer Sehnenverletzung, und Jonathan David befindet sich noch im Urlaub nach seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Dies lässt Openda als einzigen anerkannten erfahrenen Stürmer für Spalletti für das Spiel übrig.
Der Trainer von Lyon, Paulo Fonseca, soll ein starker Befürworter von Opendas Verpflichtung sein, da er zuvor in Italien bei Milan und Roma tätig war. Juventus hofft Berichten zufolge, die durch den Deal generierten Mittel zu nutzen, um andere Offensivziele zu verfolgen, darunter Randal Kolo Muani und Joshua Zirkzee. Der Verein hofft, seine Offensivoptionen vor der neuen Serie-A-Saison zu verstärken. Openda hinterlässt eine Villa, die zuvor von Cristiano Ronaldo und Paul Pogba bewohnt wurde, was das Ende eines kurzen und weitgehend erfolglosen Kapitels in Turin markiert.
Die Leihe ermöglicht es Openda, regelmäßige Spielzeit zu suchen und seine Form wiederzufinden, während Juventus einen Platz in seinem Kader freimachen und die Mittel möglicherweise in geeignetere Verstärkungen reinvestieren kann.




