Die langfristige Zukunft von Paris Saint-Germain im Parc des Princes scheint immer sicherer zu werden, da der neue Bürgermeister der Stadt seine feste Überzeugung zum Ausdruck bringt, dass der Verkauf des ikonischen Stadions an die katarischen Eigentümer des Vereins abgeschlossen wird. Emmanuel Grégoire erklärte am Montag im RMC-Programm 'Rothen s'enflamme', dass es eine "Wahrscheinlichkeit von 99,9 %" gebe, dass die französischen Meister in ihrer historischen Heimat bleiben werden, und wies Spekulationen über einen möglichen Umzug an andere Standorte in der Pariser Region wie Massy oder Poissy zurück.
Die Äußerungen des Bürgermeisters stellen eine deutliche Tonänderung im Vergleich zu der angespannten Beziehung dar, die zwischen der Vereinsführung und der vorherigen Stadtverwaltung unter Anne Hidalgo bestand. Grégoire enthüllte, dass der Dialog mit dem Präsidenten von PSG, Nasser al-Khelaifi, wieder aufgenommen wurde und sagte: "Wir haben zuerst den Dialog wiederhergestellt. Wir haben die Gespräche auf einer sehr soliden Grundlage wieder aufgenommen." Er lehnte es ab, Details zu den laufenden Verhandlungen aus "Höflichkeit und Respekt gegenüber dem Aktionär" zu nennen, vermittelte aber ein starkes Zeichen des Vertrauens in den Prozess.
Zur entscheidenden Frage des Preises nannte Grégoire eine breite Bewertungspanne und teilte dem Radiosender mit, dass die Stadt "zwischen null und einer Milliarde Euro" für das Stadion verlangen werde. Dies steht im Einklang mit einer früheren Aussage, die er dem Magazin So Foot gegenüber gemacht hatte, wonach die Zahl flexibel und verhandelbar bleibe. Die Obergrenze von einer Milliarde Euro stellt eine enorme Summe dar, die typische Stadionverkaufswerte weit übersteigt und das einzigartige Prestige und die Lage des Parc des Princes widerspiegelt.
Der potenzielle Verkauf beendet eine Phase der Unsicherheit für PSG, das seit 1974 in der 48.000 Zuschauer fassenden Arena spielt, diese aber nicht besitzt. Der Verein hatte zuvor Optionen für ein neues, größeres Stadion oder eine umfassende Renovierung seines aktuellen Stadions geprüft, wobei das Eigentum als wichtiger Schritt zur Erweiterung der kommerziellen Einnahmen angesehen wurde. Für die Stadt Paris stellt ein Verkauf eine bedeutende Kapitaltransaktion und eine Lösung für eine langwierige politische und sportliche Saga dar.
Die verbesserten Beziehungen zwischen dem Verein und dem Rathaus deuten darauf hin, dass eine Einigung nun eine Frage der Festlegung der Bedingungen und nicht mehr des Prinzips ist. Die Sicherung des dauerhaften Eigentums am Parc des Princes würde es PSG ermöglichen, bedeutende langfristige Entwicklungen auf dem Gelände zu planen und zu finanzieren und es als die Heimat des Vereins für zukünftige Generationen zu festigen. Während die endgültige Gebühr noch verhandelt werden muss, deutet der öffentliche Optimismus des Bürgermeisters darauf hin, dass eine Eckpfeilervereinbarung für beide Pariser Institutionen nun in Reichweite ist.




