Dimitri Payet war kurz davor, der letzte Neuzugang von Paris Saint-Germain zu werden, bevor der Verein im Sommer 2011 von Qatar Sports Investments (QSI) übernommen wurde. Am 31. Januar 2011 erklärte Payet öffentlich, dass er seine Entscheidung getroffen habe, was auf eine Einigung mit PSG hindeutete. Saint-Étienne lehnte jedoch letztendlich ein Angebot von über 7 Millionen Euro ab, wodurch der 24-jährige offensive Mittelfeldspieler bis zum Ende der Saison im Verein bleiben musste.
Die Situation entwickelte sich dann mit dem Aufkommen von Lille, dem amtierenden französischen Meister, der Payets Dienste erfolgreich sichern konnte, inmitten der Unsicherheit über den Führungswechsel bei Paris Saint-Germain. Leonardo, der neu ernannte Sportdirektor, entschied sich stattdessen für Jérémy Ménez und beendete damit die Bemühungen von PSG um Payet.
Dieser Vorfall stellt eine der frühen Transferentscheidungen dar, die getroffen wurden, bevor die volle Wirkung der Investitionen von QSI im Parc des Princes zu spüren war. Der Verein verpasste auch 2015 Memphis Depay, da Louis van Gaal den Stürmer trotz des Interesses von PSG und Liverpool davon überzeugte, Manchester United beizutreten. Depay selbst äußerte 2021 nach einer erfolgreichen Zeit bei Lyon den Wunsch, nach Paris zu wechseln, aber der Verein priorisierte seine Verpflichtung nicht.
Weitere verpasste Gelegenheiten umfassten Frenkie de Jong im Jahr 2019, bei dem Ajax scheinbar das Interesse von Paris nutzte, um seinen Preis in die Höhe zu treiben, was letztendlich zu einem Wechsel zum FC Barcelona führte. Im Jahr 2022 war Robert Lewandowski ein ernsthaftes Ziel für PSG, wobei der Verein seine Abhängigkeit von Kylian Mbappé verringern wollte, aber Lewandowski entschied sich letztendlich für Barcelona. Kürzlich, im Januar 2024, war Joshua Kimmich ein Ziel, aber er entschied sich letztendlich, seinen Vertrag bei Bayern München zu verlängern, trotz konstruktiver Gespräche mit PSG-Offiziellen.
Rayan Cherki schien ebenfalls im Sommer 2024 zu PSG wechseln zu wollen, wobei eine Einigung über 15 Millionen Euro mit Lyon erzielt wurde, aber ein finanzielles Detail bezüglich des Interesses des Spielers verzögerte den Transfer, sodass Borussia Dortmund ins Spiel kommen konnte. Andere Spieler wie Cristiano Ronaldo, N'Golo Kanté und Antoine Griezmann wurden zu verschiedenen Zeiten mit PSG in Verbindung gebracht, konnten aber keine Einigung über einen Beitritt zum Verein erzielen. Diese Fälle zeigen ein Muster verpasster Gelegenheiten und wechselnder Prioritäten für PSG auf dem Transfermarkt im vergangenen Jahrzehnt.



