Der ehemalige Mittelfeldspieler des AC Mailand, Alberico Evani, hat den Verein aufgefordert, die Suche nach neuer Führung zu beschleunigen, und öffentlich seine Unterstützung für die mögliche Ernennung von Ralf Rangnick zum Technischen Direktor ausgedrückt. Die Äußerungen kommen zu einer Zeit erheblicher Umwälzungen bei den Rossoneri, die derzeit ohne Geschäftsführer, Technischen Direktor, Sportdirektor oder Cheftrainer operieren.
Evani, der in den 1980er und frühen 1990er Jahren zwölf Titel mit Mailand gewann, glaubt, dass die Situation „anomal“ ist und deutet an, dass das Scheitern des Vereins, sich am Ende der Saison für die Champions League zu qualifizieren, ein entscheidender Moment war. Laut Evani wurde die Entscheidung, die Managementstruktur zu überarbeiten, direkt durch das Ergebnis des Spiels gegen Cagliari beeinflusst, ein Spiel, das Mailand gewinnen musste, um die Teilnahme an der Champions League zu sichern.
Obwohl er zugibt, keine detaillierten Kenntnisse über interne Probleme zu haben, erklärte Evani, dass ein anderes Ergebnis in diesem Spiel die derzeitige Lage hätte verhindern können. Er äußerte Bedenken über das Fehlen sofortiger Nachfolger nach den Entlassungen und interpretierte dies als weiteren Beweis für die Auswirkungen des Spiels gegen Cagliari.
Rangnick, derzeit bei der österreichischen Nationalmannschaft, wurde als führender Kandidat für die Position des Technischen Direktors identifiziert. Evani lobte Rangnick als einen Mann mit „klaren Ideen und Prinzipien“, äußerte aber Bedenken hinsichtlich des Zeitpunkts einer möglichen Ernennung, angesichts von Rangnicks Verpflichtungen bei der Weltmeisterschaft. Er räumte ein, dass Rangnicks Ankunft, selbst mit vertrauten Mitarbeitern, durch seine internationalen Verpflichtungen verzögert würde.
Evani hob auch die mögliche Synergie zwischen Rangnick und Oliver Glasner, dem ehemaligen Trainer von Red Bull Salzburg, hervor und schlug vor, dass ihre gemeinsamen taktischen Philosophien und die frühere Zusammenarbeit von Vorteil sein könnten. Er wies auf Glasners Erfolg bei Crystal Palace hin, wo er drei Titel gewann, und glaubt, dass die Paarung der beiden ein „positiver“ Schritt für den Verein wäre.
Das Interview berührte auch die Zukunft von Rafael Leão, wobei Evani die jüngsten öffentlichen Äußerungen des Spielers anerkannte, die den Wunsch äußerten, Mailand zu verlassen. Er deutete an, dass Leãos Frustration zwar verständlich sei, es aber ungewöhnlich sei, dass ein Spieler offen über seinen Abgang von einem Verein von Mailands Größe diskutiere, räumte aber ein, dass der Verein möglicherweise Angebote prüfen müsse, wenn Leão entschlossen sei, zu gehen.




