
Raphinha droht UEFA-Sperre nach Äußerungen nach Barcelonas Champions-League-Aus
Der Flügelspieler von Barcelona, Raphinha, steht vor einer möglichen Sperre von drei Spielen in der Champions League nach seinen Kommentaren und Gesten im Anschluss an die Niederlage seiner Mannschaft im Viertelfinale gegen Atlético Madrid. Laut Berichten des spanischen Mediums MD untersucht die UEFA den brasilianischen Nationalspieler wegen angeblicher Rufschädigung des Sports und des Dachverbands nach der 3:2-Niederlage am 14. April 2026.
Raphinha, der ungenutzter Ersatzspieler war und das Spiel von der Bank aus im Estadio Metropolitano verfolgte, sagte nach dem Spiel gegenüber den Medien, dass "das Spiel gestohlen wurde". Er kritisierte die Schiedsrichterleistung weiter und erklärte: "Die Schiedsrichterleistung war schrecklich; die Entscheidungen, die er getroffen hat, sind unglaublich. Atlético beging unzählige Fouls, und der Schiedsrichter zeigte ihnen nicht einmal eine gelbe Karte. Ich möchte wirklich verstehen, warum er Angst hat, dass Barca in die nächste Runde kommt." MD berichtet, dass diese Äußerungen eine Verletzung des grundlegenden Verhaltenskodex der UEFA für Spieler darstellen könnten.
Die mögliche Sanktion soll einer dreijährigen Sperre entsprechen, die Neymar von Paris Saint-Germain im Jahr 2019 nach ähnlicher Kritik an den Schiedsrichtern nach einer Niederlage in der Champions League auferlegt wurde. Eine Sperre würde in der kommenden Saison gelten, was ein schwerer Schlag für den Spieler und den Verein wäre. Darüber hinaus weist Diario AS darauf hin, dass Raphinhas Gesten gegenüber den Fans von Atlético Madrid nach dem Schlusspfiff ebenfalls untersucht werden, wobei auf frühere Strafen für Spieler von Real Madrid am selben Ort für ähnliche Aktionen verwiesen wird.
Dieser Vorfall fügt eine bittere Randnotiz zu einer enttäuschenden europäischen Kampagne für Barcelona hinzu, das im Viertelfinale ausgeschieden ist. Raphinha, eine Schlüsselfigur für die Blaugrana seit seinem Wechsel von Leeds United im Jahr 2022, war bei Fitness regelmäßig in der Startelf. Seine mögliche Abwesenheit in der Gruppenphase der Champions League der nächsten Saison würde Trainer Hansi Flick zwingen, seine Offensivoptionen erheblich anzupassen.
Der Fall liegt nun beim Kontroll-, Ethik- und Disziplinarausschuss der UEFA, der die Beweise prüfen wird, bevor er eine endgültige Entscheidung trifft. Der Dachverband hat historisch eine strenge Haltung gegenüber öffentlicher Kritik an Schiedsrichtern eingenommen und diese als schädlich für die Integrität des Wettbewerbs angesehen. Barcelona hat noch keine offizielle Stellungnahme zu dem möglichen Disziplinarverfahren gegen seinen Spieler herausgegeben.



